Mercedes-AMG hat für das bevorstehende Saisonfinale der Intercontinental GT Challenge (IGTC) in Indianapolis (8.-10. Oktober 2026) einen waschechten Superstar aus dem Hut gezaubert: IndyCar-Champion Alex Palou wird das 8-Stunden-Rennen auf einem Mercedes-AMG GT3 bestreiten. Der Spanier, der jüngst seinen fünften Titelgewinn in der US-Formelserie errungen hat, startet für das AMG-Kundenteam Lone Star Racing an der Seite von Luca Stolz und WEC-Fahrer Lin Hodenius.

Für Palou ist es bereits der zweite Abstecher in einen Mercedes-AMG GT3: Bereits 2024 fuhr der 29-Jährige das IGTC-Rennen in Indianapolis, wo auch das berühmte Indy 500 ausgetragen wird. Palou würde seine abermals überragende IndyCar-Saison sicherlich gerne mit einem Sieg im GT3-Sport abrunden und kann gleichzeitig Mercedes-AMG sowie Teamkollege Stolz beim Kampf um die IGTC-Meisterschaft unterstützen.

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Kurios: Maro Engel hofft aus der Ferne auf IGTC-Titelgewinn

Der frühere DTM-Pilot belegt aktuell den zweiten Platz in der Gesamtwertung mit sieben Punkten Rückstand auf Markenkollege Maro Engel. Weil der aber wegen des zeitgleichen DTM-Saisonfinales in Hockenheim verhindert ist, bekommt Stolz den IGTC-Titel auf dem Silbertablett serviert: Ihm würde schon ein sechster Platz in Indianapolis reichen, um an Engel vorbeizuziehen. Gleichzeitig müsste er vor Mercedes-Pilot Maxime Martin ankommen, der mit einem Zähler Rückstand auf Stolz den dritten Platz in der Tabelle belegt.

Der Fahrer-Titelgewinn führt dieses Jahr also praktisch nur über die Affalterbacher. Kuriose Situation: Engel kann aus Ferne in Hockenheim die Daumen drücken, die IGTC-Meisterschaft trotz des ausgelassenen Finals zu gewinnen! Der 41-Jährige, der parallel um seinen ersten DTM-Titel kämpft (23 Punkte Rückstand auf Thomas Preining), hatte die IGTC-Gesamtführung mit Siegen bei den 12 Stunden von Bathurst sowie beim 24h-Rennen Nürburgring und Platz zwei bei den 24h Spa übernommen.

Maro Engel
Hat noch Chancen auf seinen ersten DTM-Titel: Maro Engel, Foto: IMAGO/Gruppe C Photography

Für das letzte IGTC-Rennen des Jahres nach den vorangegangenen Läufen in Bathurst (12h), Nürburgring und Spa (beide 24h) sowie Suzuka (1.000 km) haben sich 29 GT3-Autos von neun Herstellern eingeschrieben. In der Hersteller-Wertung führt Porsche vor Mercedes-AMG und hat einen komfortablen Vorsprung von 38 Punkten, womit dieser Titel aller Voraussicht nach an die Zuffenhausener gehen wird.

Intercontinental GT Challenge 2026: Die Sieger

RennenSiegerTeam
12h Bathurst Maro Engel/Maxime Martin/Mikael GrenierGruppe-M-Mercedes
24h Nürburgring Maro Engel/Maxime Martin/Luca Stolz/Fabian SchillerWinward-Mercedes
24h SpaThomas Preining/Ricardo Feller/Bastian BuusLionspeed-Porsche
1.000 km SuzukaLaurin Heinrich/Julien Andlauer/Alessio PicarielloAO-Porsche
8h Indianapolisoffenoffen

IndyCar-Superstar Alex Palou wieder im Mercedes-AMG GT3

So oder so werden alle Augen auf den #80 Mercedes von Palou gerichtet sein, der innerhalb weniger Jahre zu einem Mega-Star im US-Motorsport avanciert ist. In nur sechs Jahren gewann er fünf Meisterschaften mit Chip Ganassi Racing in der IndyCar-Serie, die durch den Einstieg von Mick Schumacher auch in Deutschland ein enormes Interesse hervorgerufen hat.

"Der Indianapolis Motor Speedway ist für mich ein ganz besonderer Ort und ich freue mich sehr darauf, mit dem Mercedes-AMG Team Lone Star Racing zum Indianapolis 8 Hour zurückzukehren", sagt Palou. "Nach meinem GT3-Einsatz 2024 habe ich dort noch eine Rechnung offen. Umso mehr freue ich mich, wieder mit dem Team anzutreten und eine neue Chance auf den Rennsieg zu bekommen. Ich liebe die Atmosphäre und die Fans dort und freue mich auf ein spannendes Rennen. Hoffentlich kann ich die Saison 2026 mit einer weiteren besonderen Trophäe abschließen."

Alex Palou feiert seinen fünften Titel in Milwaukee.
Der Spanier Alex Palou dominiert die IndyCar-Meisterschaft, Foto: Penske Entertainment: Chris Owens

Palou ist seit 2020 zwar hauptberuflich in der IndyCar-Meisterschaft beheimatet, unternimmt bei passender Gelegenheit aber immer wieder Ausflüge in den Langstreckensport. Im Januar dieses Jahres ging er erneut bei den 24 Stunden von Daytona sowie den 12h Sebring auf dem Acura-Prototypen an den Start. Vor seinem IndyCar-Einstieg absolvierte er 2018 eine Saison in der GT3-Klasse der Japanischen Super GT.

"Wir haben ein großartiges Line-up, für das wir auch in diesem Jahr den fünffachen IndyCar-Champion Alex Palou gewinnen konnten - er wird uns mit seiner Geschwindigkeit und seinem enormen Erfahrungsschatz auf dieser Strecke verstärken", sagt AMG-Kundensportchef Stefan Wendl.

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