Die Bestzeit beim Comeback der Formel 1 in Malaysia geht an Max Verstappen. Der Red-Bull-Pilot benötigte im 1. Freien Training zum Bahrain GP in Sepang 1:37,520 Minuten und ließ damit sogar den runderneuerten Mercedes hinter sicht.

Das Ergebnis: Im Gegensatz zur Konkurrenz setzte Red Bull im Training schon auf zwei Sätze der Soft-Reifen. Die restlichen Top-Teams begannen auf Medium und fuhren erst später auf Soft. Deshalb ist die Verstappen-Bestzeit noch mit Vorsicht zu genießen. Satte vier Zehntelsekunden war er darauf schneller als George Rusell im Mercedes.

Weitere vier Zehntelsekunden dahinter reihte sich Isack Hadjar im zweiten Red Bull ein. Hinter den Top-3 wurden die Abstände etwas kleiner. Charles Lelcerc fehlten 0,847 Sekunden auf die Spitze, WM-Leader Kimi Antonelli gut eine Sekunde. Lewis Hamilton reihte sich im zweiten Ferrari direkt hinter Antonelli auf Rang sechs ein.

Alpine bestätigte den Aufwärtstrend der letzten Wochenenden: Pierre Gasly wurde mit 1,2 Sekunden Rückstand Siebter. Das Racing-Bull-Duo Liam Lawson und Arvid Lindblad belegten die Ränge acht und neun, Nico Hülkenberg kam im Audi auf Platz 10.

McLaren hielt sich noch stark zurück: Oscar Piastri wurde Elfter, Weltmeister Lando Norris Zwölfter. Allerdings konzentrierten sich die Teams im 1. Training aufgrund des extrem starken Reifenabbaus in Malaysia mehr auf Longruns als üblich.

Die Technik: Mercedes fuhr zum ersten Mal mit dem groß angekündigten Update. Das umfasst vor allem einen komplett neuen Unterboden und abgeänderte Seitenkästen, die nun eine Rampe bis zum Diffusordach bilden. Das restliche Feld hatte zur Mitte des Tripleheaders nur kleinere Updates an den Autos.

Gleich drei Piloten werden am Sonntag wegen neuer Motorkomponenten in der Startaufstellung strafversetzt. Isack Hadjar muss fünf Plätze nach hinten, der Red-Bull-Pilot bekam dafür einen neuen Verbrennungsmotor. Arvid Lindblad bekam abgesehen von MGU-K und Batterie eine neue Garnitur und muss vom Ende des Feldes starten..

Franco Colapinto muss nach der Kollision von Baku ohnehin um fünf Plätze nach hinten, bekam aber noch einen neuen Verbrennungsmotor spendiert. Dadurch steht der Alpine-Pilot bei 15 Strafplätzen.

Das Wetter: Hart für Mensch und Maschine. Bei hoher Luftfeuchtigkeit stieg das Quecksilber auf 32,5 Grad Celsius, auf dem Asphalt wurden über 55 Grad gemessen. Das restliche Wochenende werden nahezu identische Verhältnisse erwartet, der gefürchtete Monsun-Regen ist derzeit nicht in Sicht.

Wer in Malaysia schwitzt wie die Fahrer? Unser Christian, wenn er euch den Tag im Video zusammenfasst. Vielleicht liegt es aber nicht nur am Klima, sondern an den heißen Themen:

Teamchef-Theater um Vasseur: Machtwort von Ferrari! - Mercedes-Updates: Erste Fotos! (10:08 Min.)