Während die Formel 1 in Madrid ihr letztes Europa-Rennen der laufenden Saison abhielt, war es für die Formel 3 bereits ihr Saisonfinale. Den Titel sicherte sich in einem spannenden Finalrennen der US-Amerikaner Ugo Ugochukwu, dem ein zweiter Platz im Sonntagsrennen genügte. Audi-Junior Freddie Slater ging leer aus, obwohl er als Führender nach Spanien gereist war.

In der Theorie befanden sich vor den drei Rennen auf dem Madring noch vier Piloten im Titelkampf, doch realistisch lief es von vornherein auf eine Entscheidung zwischen Slater und Ugochukwu hinaus. Die beiden wurden vor Madrid nur um 15 Punkte getrennt. Da in der spanischen Hauptstadt aber das ausgefallene Bahrain-Wochenende kompensiert wurde, gingen dort drei anstelle der üblichen zwei Rennen über die Bühne.
Madrid: Formel-3-Qualifying liefert Vorentscheidung im Titelrennen
Die hohe Überholschwierigkeit der Strecke legte einen zusätzlichen Fokus auf die zwei kurzen Qualifyings am Freitag. Dort erwischte Slater, der sich über eine Reihe an Problemen aufregte, aber keine gute erste Session und landete nur auf P17, im zweiten Qualifying kam er immerhin auf P8. Gleichzeitig lieferte Ugochukwu mit P4 und P2 ab und hatte somit trotz des Meisterschafts-Rückstands alle Trümpfe in der Hand.
Mit einer Reihe von Unfällen - darunter einem schweren Crash in der ersten Runde des Samstags-Rennens – kam das erwartete Chaos auf dem Straßenkurs zwar, aber eben vorwiegend im hinteren Feld. An der Spitze konnte Ugochukwu im Sprintrennen am Freitag mit P8 gut punkten und auch seinen vierten Quali-Platz nach Hause fahren. Slater hingegen fand im Sprint keinen Weg nach vorne und verunfallte zu allem Überfluss im Feature-Rennen nach einem Fahrfehler abseits der Punkte.
Damit hatte Ugochukwu den Rückstand bis zum Sonntag egalisiert und die Titelrivalen gingen punktgleich ins Finale. Der US-Amerikaner hatte aber, wie schon erwähnt, mit P2 mit der besseren Startposition. Wie schon tags zuvor hielt er sich aus allem heraus und fuhr hinter dem späteren Rennsieger Tuukka Taponen dem Titelgewinn entgegen. Slater hingegen büßte auf der ersten Runde P8 gegen den Sri-Lanker Yehan David ein. Obwohl er sich diese später durch ein gut exekutiertes Überholmanöver zurückholte, reichte das natürlich nicht, um Ugochukwu noch in Gefahr zu bringen.

Freddie Slater: Nächste Station Formel 2?
Obwohl es mit dem Formel-3-Titel in diesem Jahr nichts wurde, bleibt Slater natürlich ein heißes Eisen für Audi und damit langfristig möglicherweise auch für die Formel 1. Im Gegensatz zu Titelträger Ugochukwu ging er als Neuling in die Saison und während der ehemalige McLaren-Junior mit Campos im aktuell stärksten Team der Meisterschaft antrat, hängte Slater seine Trident-Teamkollegen weit ab.
Vor allem überzeugte er mit starker Pace. An den letzten fünf Rennwochenenden fuhr Slater in Summe gleich dreimal auf die Pole Position für das Feature-Rennen. Wie es für ihn im kommenden Jahr weitergeht, ist noch nicht bekannt. Die logische Folge wäre für Slater, der in den letzten Jahren jeweils auf Anhieb in der Formel 4 bzw. der FRECA den Titel gewinnen konnte, ein Aufstieg in die Formel 2, denn nach so seiner starken Rookiesaison in der Formel 3 kann er mit einem weiteren Jahr auf dem gleichen Level eigentlich nur verlieren.
Das komplette Endergebnis der Formel-3-Saison 2026 findet ihr hier:



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