In der Formel E tobt seit geraumer Zeit ein Zweikampf um die Spitze zwischen den Autobauern Porsche und Jaguar. Die Zuffenhausener hatten in der abgelaufenen Saison die Nase vorn: Pascal Wehrlein gewann seinen zweiten WM-Titel, und in der Team-Wertung setzte sich das Porsche-Werksteam durch. Jaguar hingegen entschied die Hersteller-Weltmeisterschaft für sich.

Zur kommenden Saison 2026/27, der ersten mit den neuen Gen4-Autos, rüsten die Briten im Duell mit Porsche auf: Mit Fortescue Zero Racing begrüßt Jaguar ein neues Kundenteam, das sein Debüt in der Formel E bestreiten wird. Das australische Unternehmen hat die Anteile von Jay Penskes Rennstall übernommen - in welchem Umfang und inwiefern der Sohn von US-Legende Roger Penske weiter an Bord bleibt, ist öffentlich nicht bekannt.

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Formel E 2026/27: Sechs Porsche gegen sechs Jaguar

Jaguar stattet Fortescue Zero Racing mit zwei Kunden-Fahrzeugen aus, womit sich das Kontingent der Raubkatzen-Marke auf sechs Autos im Starterfeld vergrößert; neben dem Werksteam geht es auch mit Envision Racing weiter, wo jüngst Maximilian Günther und Zak O'Sullivan als Neuzugänge präsentiert wurden.

Porsche plant in der kommenden Saison ebenfalls und weiterhin mit sechs Autos an den Start zu gehen, wenngleich eine Änderung bevorsteht: Der US-Rennstall Andretti hat sich als Kundenteam in Richtung Nissan verabschiedet. Stattdessen hat Porsche bereits im vergangenen Jahr die Gründung eines zweiten Werksteams angekündigt.

Zuletzt machten Gerüchte die Runde, dass es angeblich wegen der wirtschaftlich schwierigen Lage im Konzern doch nicht soweit kommen könnte. Nach Informationen von Motorsport-Magazin.com aus unterschiedlichen Kreisen wollen die Zuffenhausener jedoch an ihrem Plan festhalten und künftig vier Werksautos einsetzen. Dazu bleibt die Partnerschaft mit Cupra Kiro als Kundenteam bestehen.

Porsche und Jaguar bilden Hälfte des Formel-E-Starterfeldes

Damit dürften in der kommenden Saison, die am 18. Dezember 2026 im Saudi-Arabien beginnen soll, je sechs Autos von Porsche und Jaguar im Reigen der insgesamt 24 Fahrzeuge antreten - und damit die Hälfte des Starterfeldes bilden. Weitere Hersteller in der Formel E: der Stellantis-Konzern als Motorenlieferant für Neueinsteiger Opel sowie Citroen, Nissan mit einem eigenen Werksteam sowie Andretti, dazu die Werksmannschaften von Mahindra und Ex-Abt-Partner Lola-Yahama.

Für den Rennstall von Jay Penske, der seit 2014 zunächst als Dragon Racing in der Formel E mitmischte, stand ohnehin eine Zeitenwende bevor. DS Automobiles aus dem Stellantis-Konzern verabschiedete sich zum Ende der vergangenen Saison aus der Formel E. Mit Fortescue Zero Racing springt ein Unternehmen ein, das in der Elektro-WM bereits bekannt ist: Die Australier sind seit längerer Zeit ein Technikpartner von Jaguar und liefern zudem das Lade-Equipment für die Pit Boosts.

Das steckt hinter Fortescue Zero Racing

Fortescue Zero hat seine Wurzeln bei Williams Advanced Engineering, dem Lieferanten für die einheitlichen Batterien der zurückliegenden Gen3-Generation. Für die Versorgung der neuen Gen4-Akkus ist das italienische Unternehmen Podium Advanced Technologies zuständig.

"Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Fortescue Zero der technologische Kopf hinter einigen der bahnbrechenden Technologien, die den elektrischen Motorsport antreiben und verändern", sagt Firmen-CEO Gus Pichot. "Jetzt werden wir der Welt zeigen, dass wir auch auf der Rennstrecke konkurrenzfähig sind. Wir sind hier, um Rennen zu fahren, zu gewinnen und Innovationen voranzutreiben."

Jaguar-Teamchef Ian James sagte: "Wir freuen uns sehr darauf, mit Fortescue Zero Racing als neuem Kundenteam für die Gen4-Ära der Formel E zusammenzuarbeiten. Die Formel E bleibt für Jaguar die ideale Plattform, um bei der Entwicklung von Technologien für Elektrofahrzeuge weiterhin an der Spitze zu stehen. Mit dem Einstieg von Fortescue Zero Racing in die Formel E stärken wir Jaguars Präsenz im Starterfeld und fördern gleichzeitig unsere gemeinsame Leidenschaft für technologische Innovationen."

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