Die letzte Pole Position der WEC-Saison 2026 geht an Ferrari! Beim Qualifying zum Saisonfinale in Monza setzte sich Lokalmatador Antonio Fuco im #50 Ferrari 499P durch. Der Italiener nimmt das abschließende 6-Stunden-Rennen am Sonntag (Start um 11:00 Uhr) vom ersten Startplatz in Angriff. Für Ferrari war es die dritte Pole in der Saison 2026, für die #50 Crew um Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen die erste.

Fuoco eroberte auf abtrocknender Strecke - in der ersten Session des Wochenendes ohne Regen - seine fünfte Pole Position in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Damit gingen die Poles sowohl beim Saisonauftakt in Imola als auch beim Finale in Monza an die roten Hausherrn. "Es war nicht einfach, aber wir hatten eine sehr gute Basis", sagte Fuoco.

WEC-Qualifying: Neueinsteiger Genesis landet nächste Überraschung

Überraschung auf Platz zwei: Mathieu Jaminet im #19 Genesis GMR-001 übernahm spät im Q2-Segment des Qualifyings die Spitze in der Zeitenliste, bis er sich Fuoco geschlagen geben musste. Jaminet war der Bestzeit des Ferrari-Piloten (1:33.364 Minuten) um nur 0,096 Sekunden unterlegen. WEC-Neueinsteiger Genesis Magma Racing hatte zuletzt in Barcelona mit seiner ersten Pole für eine kleine Sensation gesorgt.

Auf den Startplätzen drei und vier folgten der #38 Jota-Cadillac mit Earl Bamber und der #51 Weltmeister-Ferrari in den Händen von Antonio Giovinazzi. Die Top-4 trennten trotz der kniffligen Streckenverhältnisse nur zwei Zehntelsekunden. Giovinazzi und Co. hatten am Morgen das 3. Freie Training wegen technischer Probleme größtenteils verpasst. Der dritte Ferrari im Bunde, der private #83 AF-Corse-499P um Robert Kubica, schaffte ebenfalls den Sprung in Q2 und belegte dort den achten Platz.

Damit hat Ferrari im Kampf um die Vize-Weltmeisterschaft gegen BMW vorgelegt. Aus dem Lager der Münchner gelang nur Sheldon van der Linde der Sprung ins Q2, wo er den zehnten Startplatz belegte. Das BMW-Schwesterauto mit Dries Vanthoor schied vorzeitig aus und musste sich mit P17 in der Startaufstellung begnügen. Hinter Weltmeister Toyota, trennen BMW und Ferrari 24 Punkte in der Hersteller-Tabelle.

Klatsche für WEC-Weltmeister Toyota

Toyota hatte sich den Hersteller-Titel vorzeitig in Barcelona gesichert, wird nach dem heutigen Qualifying dennoch enttäuscht sein: Beide TR010 Hybrid flogen bereits im Q1 raus! WM-Spitzenreiter Ryo Hirakawa (#8) landete auf Platz 15, Markenkollege Kamui Kobayashi (#7) direkt dahinter. Beide Autos hatten mehr als 1,3 Sekunden Rückstand zur Spitze. "War nicht ideal", sagte Hirakawa, der vor einer Woche sein Formel-1-Debüt gab. "Wir müssen das Beste machen aus unseren Möglichkeiten."

Fahrerlager-Kenner hatten im Vorfeld mit mangelnder Pace bei Toyota gerechnet, nachdem die Japaner zuletzt zwei Siege in Folge gelandet hatten. Die Balance of Performance bleibt für die Öffentlichkeit unter Verschluss.

Hirakawa und seine Teamkollegen Sebastien Buemi sowie Brendon Hartley führen die Tabelle mit komfortablen 17 Punkten Vorsprung vor dem Schwesterauto (Kobayashi/De Vries/Conway) an. Die beiden Toyota-Crews machen den Fahrer-Titel unter sich aus, die Konkurrenz von BMW und Ferrari kann sie rechnerisch nicht mehr einholen.

LMGT3-Klasse: Manthey hofft weiter - BMW raus aus Titelrennen

Jonny Edgar hat den ersten Schritt auf dem Weg zur LMGT3-Meisterschaft genommen: Der TF-Sport-Pilot führte seine Corvette Z06 GT3 zum zweiten Startplatz hinter Pole-Setter Hadrien David (Akkodis-Lexus). Edgar, der die Tabelle alleinig anführt, weil seine Teamkollegen Nicki Catsburg und Ben Keating einige Rennen verpasst haben, fehlten nur 0,014 Sekunden zur Spitze.

Für Manthey ist die Ausgangslage in der Meisterschaft vor dem letzten Rennen nicht besser geworden: Der #92 Porsche 911 GT3 R schied im Q1 vorzeitig aus und musste sich mit dem elften Startplatz begnügen. Bronze-Fahrer Yasser Shahin fehlten acht Hundertstelsekunden zum rettenden zehnten Platz, den stattdessen sein Manthey-Kollege James Cottingham einnahm. Im Q2 belegte der #91 Porsche den neunten Startplatz.

Die #92 um Richard Lietz (100. WEC-Rennen am Sonntag) hat weiterhin Titelchancen, muss aber einen Rückstand von 18 Punkten auf die #33 Corvette aufholen. "Die Pole wäre schön gewesen, aber hier ist alles möglich mit den langen Geraden", wollte der Österreicher Lietz die Flinte nicht ins Korn werfen. Manthey gewann die LMGT3-Meisterschaft 2024 und 2025.

Der #69 WRT-BMW M4 GT3 Evo (Harper/Thompson/McIntosh) ist unterdessen raus aus dem Titelrennen: Die Crew um BMW-Werksfahrer Dan Harper hätte den Extrapunkt für die Pole Position benötigt, um ihre theoretischen Chancen aufrecht zu erhalten - stattdessen wurde es nur Startplatz 16. Am Ende des LMGT3-Feldes wird der #21 Ferrari 296 GT3 von AF Corse starten, nachdem Bronze-Fahrer Francois Heriau zu Beginn des Q1 eingeplankt war und rote Flaggen ausgelöst hatte.

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