Le Mans ist kein Ort für beiläufige Auftritte. Genau deshalb passt die Bühne zum BMW M Concept Neue Klasse. BMW M zeigt dort eine Studie, welche die zukünftige Richtung klar vorgibt: elektrisch, eigenständig und weiterhin mit dem Anspruch, ein echter M zu sein.
Schon optisch macht das Konzept deutlich, worum es hier geht. Die Front sitzt tief, die Radhäuser wirken breit, die Proportionen sind straff. Das Auto sucht sichtbar die Nähe zum Motorsport.
Motorsport ist in vielen Details klar zu erkennen
Besonders auffällig ist die Front. Die sogenannte „Sharknose“ greift dabei ein bekanntes BMW-Motiv auf. Dazu kommen gelbe Leuchtelemente in den Scheinwerfern, wie man sie eher aus dem GT-Sport kennt.

Auch aerodynamisch bleibt die Studie nah an dem, was man von einem ernst gemeinten Performance-Modell erwartet. Große Luftführungen, Frontsplitter und ein markanter Ducktail-Spoiler sind nicht nur Zierde, sondern haben auch eine Funktion. Sie sollen Abtrieb erzeugen, die Technik kühlen und das Auto bei höherem Tempo stabil halten.

Interessant ist außerdem der Einsatz von Naturfaser-Verbundwerkstoffen. BMW nutzt sie unter anderem am Frontsplitter, im Diffusor und im Dachbereich.
Im Innenraum steht der Fahrer im Mittelpunkt
Im Interieur verfolgt BMW denselben Ansatz. Statt möglichst viel digitaler Inszenierung setzt das Cockpit auf einen klaren, fahrerorientierten Aufbau. Es gibt vier Schalensitze mit integrierten Strukturelementen, rote Fünf-Punkt-Gurte und eine insgesamt reduzierte Gestaltung.

Nubukleder, ein freischwebendes Armaturenbrett und rote Akzente an Lenkrad und Bedienelementen sorgen aber trotzdem dafür, dass der Innenraum nicht nüchtern wirkt.

Technisch soll der nächste Elektro-M neue Möglichkeiten eröffnen
Entscheidend ist jedoch, was unter dem Blech passiert. BMW spricht beim neuen BMW M eDrive von einem Konzept mit vier Elektromotoren. Jeder Motor lässt sich einzeln ansteuern. Für ein Performance-Modell ist das vor allem deshalb spannend, weil sich Kraftverteilung und Traktion damit deutlich präziser regeln lassen.

Geregelt wird das über die neue Softwarearchitektur BMW M Dynamic Performance Control, die Antrieb und Bremsen zentral koordiniert.

Dazu kommt eine 800-Volt-Architektur mit einer Hochvoltbatterie von mehr als 100 kWh. Sie soll kurze Ladezeiten ermöglichen und auch unter hoher Belastung stabil bleiben.
Ist das schon der Serienlook?

Noch ist das BMW M Concept Neue Klasse ein Konzept. Vieles an diesem Auto wirkt aber bereits erstaunlich konkret. Vor allem zeigt BMW M, dass der Wechsel zum Elektroantrieb aus Sicht der Marke nicht automatisch Verzicht bedeuten soll.

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