Die DTM schießt sich ein auf das Highlight des Jahres im Rennkalender 2026: Am berühmten Norisring steigen die Saisonrennen Nummer sieben und acht. Die 21 Fahrer nutzten das 1. Freie Training am Freitagvormittag bei Sonnenschein und 21 Grad, um sich auf den Stadtkurs in Nürnberg vorzubereiten. Dabei spielen auch die neuen Slick-Reifen von Pirelli eine Rolle, die bisher nicht auf der temporären Stadtstrecke getestet werden konnten.
Maro Engel (Winward-Mercedes) sicherte sich die Bestzeit zum Auftakt des Rennwochenendes in der 55-minütigen Session. Der Meisterschaftszweite benötigte 49,202 Sekunden für seine schnellste Runde auf der 2,162 Kilometer kurzen Strecke mit nur vier Kurven. Damit unterbot Engel die Bestzeit des 1. Trainings aus dem Vorjahr (49.468 Sekunden, Maximilian Paul) deutlich. In der zweiten Session am heutigen Nachmittag ab 16:00 Uhr (45 Minuten) dürften die Zeiten um weitere Zehntelsekunden in den Keller purzeln.
Maro Engel: Bestzeit im 1. DTM-Training am Norisring
Engel hielt sich während des Trainings durchgängig im vorderen Feld und gaste in seinen letzten zwei Runden noch einmal deutlich an: Mit seinem letzten schnellen Umlauf kurz vor Ablauf der Zeit schnappte sich der Mercedes-Pilot schließlich den ersten Rang.
Hinter dem Spitzenreiter im Mercedes-AMG GT3 belegte Maximilian Paul (GRT-Lamborghini) den zweiten Platz in der Zeitenliste. Dem Lamborghini-Werksfahrer fehlten mit seiner persönlichen Bestzeit von 49,225 Sekunden nur 0,023 Sekunden zum ersten Platz. Paul hatte das Klassement mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3 von GRT kurz vor Schluss sogar angeführt.
Irre: Dörr und Thiim exakt gleichauf!
Ben Dörr (Dörr-McLaren), der zuletzt auf dem Lausitzring seinen ersten DTM-Sieg feierte, folgte auf Rang drei. Verrückt: Der Viertplatzierte Nicki Thiim (Comtoyou-Aston-Martin) war auf die Tausendstelsekunde so schnell wie Dörr - beide Fahrer benötigten exakt 49,305 Sekunden für ihre schnellste Runde. Weil der McLaren-Pilot seine Zeit zuerst erzielt hatte, platzierte er sich als Dritter vor Thiim.
Ex-Champion Mirko Bortolotti bugsierte als Fünftplatzierter auch den zweiten GRT-Lambo in die Top-5. Auf den Positionen sechs und sieben folgten die beiden Mercedes-Asse Lucas Auer (Landgraf-Mercedes) und Jules Gounon (Winward-Mercedes). Spitzenreiter Engel und seinen Teamkollegen aus Frankreich trennten nur 0,187 Sekunden!
Porsche und BMW im Training abgeschlagen
Die beiden HRT-Ford-Fahrer Arjun Maini und Rookie Finn Wiebelhaus führten ihre Mustang GT3 Evo auf die Plätze acht und neun, direkt dahinter lagen die beiden Abt-Lamborghini mit Marco Mapelli und Luca Engstler.
Die Porsche-Fraktion um Manthey mit den frischgebackenen 24h-Spa-Siegern Thomas Preining (P16) und Ricardo Feller (P18) hielt sich wie so häufig im Training vornehm zurück. Ebenso mit Bastian Buus ein weiterer Spa-Gewinner, der sich mit seinem Land-Neunelfer zwischen die beiden Manthey-Autos quetschte. Auch weit hinten: Schubert-BMW mit Kelvin van der Linde (P19) und Lokalmatador Marco Wittmann, der sich auf dem 21. Und damit letzten Rang einreihte.
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