Ben Dörr (Dörr-McLaren) sorgt weiter für Furore in der DTM: Der McLaren-Youngster schnappte sich die Bestzeit im 2. Freien Training auf dem Norisring. Am Freitagnachmittag fuhr der 21-Jährige die schnellste Rundenzeit des Tages und verwies die beiden Mercedes-AMG GT3 von Lucas Auer sowie Jules Gounon auf die Plätze zwei und drei.

Dörr ist mit Rückenwind zum berühmten Stadtkurs gereist, nachdem er zuletzt auf dem Lausitzring seinen ersten DTM-Sieg einkassiert hatte - in Folge einer nachträglichen Strafe für den vermeintlichen Sieger Marco Mapelli im Abt-Lamborghini Temerario.

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Norisring-Bestzeit für DTM-Rennsieger Ben Dörr

Jetzt will der Sohn von Rennstallbesitzer Rainer Dörr offenbar nachlegen und stellte das schon im Training unter Beweis, wenngleich sämtliche Rundenzeiten mit der üblichen Vorsicht zu genießen sind. Einige Teams haben ihre Karten definitiv noch nicht auf den Tisch gelegt.

Dörr hingegen gaste in den Schlussminuten des 45-minütigen Trainings an, übernahm die Führung in der Zeitenliste und unterbot seine persönliche Bestzeit noch einmal mit dem Fallen der Zielflagge. 48.793 Sekunden brauchte er schließlich für seinen besten Umlauf auf dem 2,162 Kilometer langen Stadtkurs. Eine Zeit, die etwa auf dem Niveau des Vorjahres-Trainings lag und die im Qualifying nicht für einen Platz in den Top-10 gereicht hätte.

Dörrs häufig durch technische Probleme geplagter Teamkollege, der frühere Formel-1-Fahrer Timo Glock, schloss das 2. Training auf dem 14. Platz ab. Sein Rückstand betrug 0,374 Sekunden. Auch der Rest des 21-köpfigen Starterfeldes wies einen Abstand zu Dörr auf, der größer war als üblich: Der Zweitplatzierte Auer fuhr 0,151 Sekunden hinterher, obwohl Abstände im Hundertstel- oder gar Tausendstelbereich die Norm sind.

So lief das DTM-Training auf dem Norisring

Hinter dem Österreicher in Diensten von Landgraf-Mercedes wurde es dann wirklich enger: Winward-Pilot Gounon folgte mit 0,024 Sekunden an dritter Stelle, dahinter führte Nicki Thiim seinen Aston Martin Vantage GT3 Evo mit weiteren 0,006 Sekunden Abstand zur vierten Position. Größere Zwischenfälle waren im Training bei Sonnenschein und 22 Grad nicht zu vermelden, sodass sich die Teams voll auf ihrer Setup-Arbeiten konzentrieren konnten.

Auf den Plätzen fünf bis acht im Abstand von einer Zehntelsekunde: Thierry Vermeulen (Emil-Frey-Ferrari), Mirko Bortolotti (GRT-Lamborghini), Maro Engel (Winward-Mercedes) und Maximilian Paul im zweiten Lamborghini Temerario von GRT. Der Meisterschaftsführende Matteo Cairoli (Emil-Frey-Ferrari) und Landgraf-Mercedes-Jungspund Tom Kalender komplettierten die Top-10 des Klassements.

Porsche und BMW erneut abgeschlagen

Und wo steckten Porsche und BMW? Wie schon im 1. Freien Training komplett abgeschlagen. Die drei Porsche-Fahrer Thomas Preining, Ricardo Feller im zweiten Manthey-Neunelfer und Land-Rookie Bastian Buus belegten nur die Plätze 18, 19 und 20. Wie man von weit hinten aufholt, hatte das Trio am vergangenen Wochenende beim 24h-Rennen Spa mit einer gigantischen Aufholjagd bis zum Sieg gezeigt.

Ähnlich langsam unterwegs war am Freitag Schubert Motorsport, das einzige BMW-Kundenteam im Starterfeld. Kelvin van der Linde begnügte sich mit dem 16. Platz. Teamkollege und Lokalmatador Marco Wittmann landete sogar nur auf dem 21. und damit letzten Rang - wie schon am Vormittag im 1. Training. Wirklich um die Wurst geht es erst am Samstag, wenn ab 09:35 Uhr im Qualifying die Startpositionen ausgefochten werden.

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