Die Porsche AG hat ihre Beteiligung an der Manthey Racing GmbH im Rahmen einer neuen Konzernstrategie namens Sportwagenschmiede'35 erhöht. Der Autobauer aus Zuffenhausen wird 67 Prozent der Anteile halten, während die beiden Manthey-Geschäftsführer Nicolas Raeder und Martin Raeder gemeinsam 33 Prozent innehaben. Firmengründer Olaf Manthey baut derweil seinen Ruhestand aus und wird dem Unternehmen weiterhin als Berater zur Seite stehen.

Im Jahr 2013 hatte Porsche 51 Prozent und damit die Mehrheitsanteile am 1996 gegründeten Unternehmen übernommen. Jetzt ist die Zusammenarbeit mit der Porsche AG weiter vertieft worden und das Angebot soll ausgebaut werden. Die Rede ist von Performance-Kits und exklusiven Rennstreckenerlebnissen bis hin zu kompletten Fahrzeugkonzepten im Few-Off-Segment.

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Porsche AG erhöht Beteiligung an Manthey

Welche Auswirkungen der Ausbau der Beteiligung auf den Motorsport haben könnte, ist noch nicht bekannt. Manthey engagiert sich im Jahr seines 30-jährigen Firmenjubiläums international: in der DTM, auf der Nürburgring-Nordschleife unter anderem mit einem eigenen Markenpokal, in der Langstrecken-WM WEC sowie in der US-Sportwagenserie IMSA. In der DTM steht Manthey vor seinem dritten Titelgewinn seit dem Einstieg mit Porsche 2023.

Künftig bündelt Porsche unter dem Begriff 'Home of Sports Cars' seine Aktivitäten in den drei Bereichen Performance (inklusive Manthey), Exclusiveness (Sonderwunsch und Exclusive Manufaktur) und Heritage. Die Spitze des Hauses bildet das etablierte Sonderwunschangebot, das weiter skaliert werden soll.

Porsche plant Kostensenkung mittels strategischer Neuausrichtung

Porsche strebt mit der strategischen Neuausrichtung namens Sportwagenschmiede'35 eine deutliche Kostensenkung sowie den Ausbau der Entwicklung hochpreisiger Sportwagen an. Bis 2030 soll der durchschnittliche Verkaufspreis der teuersten Serienfahrzeuge steigen, zugleich plant Porsche weniger Varianten in seinem Portfolio sowie eine schlankere Organisation.

"Mit unserer Strategie schaffen wir die Voraussetzungen, um Porsche in drei Phasen deutlich effizienter, produktiver und profitabler zu machen.", sagte Dr. Michael Leiters, seit Januar 2026 Vorstandsvorsitzender der Porsche AG. "Aktuell geht es vor allem darum, Kosten zu senken und das Unternehmen finanziell robuster zu machen. Wichtige Meilensteine haben wir bereits erreicht."

Porsche: Personalkostensenkung auf allen Ebenen

Dazu zählt unter anderem die Senkung der Personalkosten auf allen Ebenen des Unternehmens. Porsche plant, seine Personalkosten in der Fertigung mittelfristig um bis zu 30 Prozent zu reduzieren, während die Managementpositionen mittelfristig um 40 Prozent reduziert werden sollen. Insgesamt werde die Belegschaft im direkten und indirekten Bereich mittelfristig um 25 Prozent verringert - mit einem strategischen Ziel von 30 Prozent.

Ein mit der Arbeitnehmerseite vereinbartes Zukunftspaket umfasst neben einem sozialverträglichen Abbau von rund 9.000 Stellen auch eine Standortsicherung für die Stammbelegschaft bis 2035. Porsche kämpfte zuletzt wie die weiteren deutschen Autobauer mit sinkenden Absatzzahlen, besonders auf dem wichtigen chinesischen Markt, einer geringeren Nachfrage nach Elektroautos und wechselhaften US-Zöllen. Die Kosten für die Verlängerung des Verbrenner-Angebots belasteten Porsche zusätzlich.

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