+++ Das Rennen im Liveticker +++

Ab zum Rennticker

So, Boxengasse ist geöffnet, das heißt das Rennen startet bald. Damit wechseln wir in den Rennticker und lassen den Ticker vor dem Rennstart hinter uns. Einfach folgen, dort geht es ganz gleich weiter. Wir sehen uns gleich wieder und freuen uns auf einen spannenden Grand Prix!

Heikles Comeback im Fahrerlager: Christian Horner is back

Hoher Besuch (oder sollten wir lieber von bodenlos sprechen?) im Fahrerlager: Christian Horner traut sich zum ersten Mal nach seinem sehr publiken Rausschmiss bei Red Bull etwa vor genau einem Jahr wieder ins Formel-1-Fahrerlager. Der gehörte Teamchef wurde nach einer langen Liste an Kontroversen, wie etwa das unangemessene Verhalten gegenüber einer jungen Mitarbeiterin, und vor allem nach einem Performance-Abfall im frühen 2025 aus dem Team geworfen. Seither ranken sich massig viele Gerüchte um ein Comeback als Teamchef, von Aston Martin über Alpine ist alles dabei, wenn man die britische Klatsch-Presse fragt. Sogar in der MotoGP soll er Interesse gezeigt haben. Jetzt ist er nur als Besucher da. Ob man sich darüber freut oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

Red Bull ohne Chance: Verstappen frustriert

Chancen auf den Rennsieg haben heute wohl nur Ferrari und Mercedes. Nach einer guten Performance in Österreich wurde Verstappen plötzlich als WM-Kandidat gehandelt. Daran ist aber eine Woche später nicht mehr zu denken. Mit P7 startet Verstappen sogar zwei Plätze hinter seinem Teamkollegen. Ein Motorproblem machte ihn wenig konkurrenzfähig. "So brauchen wir gar nicht Rennen fahren", stunkerte er herum. Was er nach dem Qualifying zu sagen hatte, erfahrt ihr hier:

Marshal Award wird vergeben

Im Rahmen des Großbritannien GPs wird auch der Marshal Award vergeben. Die Trophäe wurde einem Repräsentant der Streckenposten vor der Fahrerparade überreicht, als Ehrung für die freiwilligen Helfer. Der kleine Award wurde vom Silverstone Circuit inspiriert und ist mit Sternen umrandet, die die Stehplätze der Marshals symbolisieren sollen. Die Trophäe ist aus Karbon und Stahl gemacht, ist mit der britischen Flagge verziert und wurde von der italienischen Design-Firma Bartoccini Premiazioni in Kollaboration mit Stefano Zuechi kreiert.
Der Lego-Pokal in Großbritannien.
Der Marshal Award, Foto: Motorsport-Magazin.com

Russell: Möchte um Sieg kämpfen!

Nachdem er schon gestern im Qualifying abflog, steckte Russell beim Lego-Rennen wieder im Kies fest. "Zwei Tage hintereinander, das ist nicht ideal", lacht der Brite vor Heimpublikum. Für das richtige Rennen fühlt er sich trotzdem vorbereitet. "Ich fühle mich gut. Es wird ein langes Rennen, aber wir werden einen guten Kampf mit den Ferraris haben. Kimi hat einen unglaublichen Job gemacht, hoffentlich kann ich nach vorne kommen und um den Sieg kämpfen. Mal sehen, was wir machen können", lautete seine Kampfansage.

Rekord-Wochenende in Silverstone

Mit der Lego-Parade wurden nicht nur wir gut unterhalten, sondern vor allem die Zuschauer vor Ort. Das sind 2026 so viele wie noch nie. 175.000 sind es am heutigen Sonntag, über das ganze Wochenende waren es insgesamt 564.000 Menschen. Das ist der neue Rekord in Silverstone, 2025 war es eine halbe Millionen. Die Zahlen haben sich über das Wochenende stetig erhöht: Am Donnerstag waren schon 72.000 Zuschauer anwesend, Freitag 150.000 und Samstag 167.000 Leute.

Norris: Carlos schuldet mir was für später!

Lando Norris hat das Lego-Rennen leider nicht gewonnen. Er hatte mit Carlos Sainz, der nach seiner Strandung im ersten Kiesbett bei ihm mitfuhr, aber auch Extra-Gewicht. "Er hat eine kleine Exkursion gemacht, da musste ich ihn retten. Jetzt schuldet er mir was für später", scherzte der amtierende Weltmeister. Vor seiner eignen Fan-Tribüne mit über 16.000 Fans in Neon-Gelb verrät er seine Ambitionen für den richtigen Grand Prix: "Wir werden nichts anderes als einen Sieg akzeptieren", meint er lachend und klar sarkastisch. "Naja, das ist etwas unrealistisch, aber wir werden eine gute Show abliefern. Wir hatten gestern eine gute Show (im Sprint), P3 war unglaublich. Hoffentlich wird heute besser."
Die Fahrer in ihren Lego-Karts beim Großbritannien GP.
Fernando Alonso gewinnt das Lego-Rennen, Foto: Motorsport-Magazin.com

Foto-Finish im Lego-Rennen! 33. Sieg für Alonso

Was für ein Rennen! Niemand ist auch nur eine Kurve richtig ausgefahren, die meisten waren mehr auf der Wiese unterwegs als auf der Strecke. Auch viele wählten den Weg durch die alte Boxengasse und erhofften sich dadurch eine Abkürzung. Doch nichts schlägt jahrelange Erfahrung. Fernando Alonso zeigt den Jungspunden, wo der Hammer hängt. Mit einem irren Foto-Finish holt er sich den Lego-Sieg vor Valtteri Bottas und Esteban Ocon. Das nicht ohne Betrug, er wurde von den Kameras öfter dabei eingefangen, wie er Bottas' Kart schupft. Trotzdem: Sieg ist Sieg. Seit 2013 wartet er auf Nummer 33, ist doch egal, ob es in einem Lego-Kart war.
Mohammed Ben Sulayem in einem Lego-Kart beim Großbritannien GP.
Der FIA-Boss lässt sich eine Teilnahme nicht entgehen, Foto: Motorsport-Magazin.com

Lego-Parade: Fahrer & FIA-Präsident stranden im Kies

Setzt man 22 Formel-1-Piloten in kleine Lego-Karts und schickt sie auf die Strecke, ist Chaos vorprogrammiert. Schon zu Beginn haben einige Fahrer andere Karts geschupft oder wollten Teile abreißen, Kimi Antonelli wurde hier besonders auffällig. Danach geht es heiter weiter, Charles Leclerc führte das Feld einige Zeit lang an. Doch da kommt die erste Kurve und damit auch die erste Abkürzungsgelegenheit. Natürlich ist sich niemand zu schade dafür, über die Auslaufzone abzukürzen. Nur einige haben es übertrieben, wollten noch mehr und wollten sogar durchs Kiesbett fahren. Pech gehabt, so stark sind diese Karts nicht. Unter anderen blieben Bearman, Antonelli, Albon, Russell, Leclerc, Gasly und sogar FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem, der sich eine Teilnahme am Lego-Kartrennen nicht nehmen ließ, stecken. Sainz wartet nicht lange und steigt gleich bei Norris auf, andere schieben ihre Karts mithilfe der Marshals aus dem Kiesbett.
Die Fahrer in ihren Lego-Karts beim Großbritannien GP.
Foto: Motorsport-Magazin.com
Die Fahrer beim Großbritannien GP in ihren Lego-Karts.
Foto: Motorsport-Magazin.com
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem im Lego-Kart.
Bereit fürs Lego-Rennen, Foto: Motorsport-Magazin.com

Fahrerparade beginnt

Und damit ist es auch schon Zeit für die Fahrerparade. In Silverstone erwartet uns eine ganz besondere, denn jeder Fahrer wird ein eigenes Kart aus mehreren Tausend Lego-Teilchen um die 5,8 Kilometer lange Strecke fahren. Schon letztes Jahr in Miami hatte jedes Team ein eigenes Auto aus Lego-Teilchen, jetzt hat man weiterentwickelt und bringt die nächste Stufe. Die Bauer haben extra Stoßdämpfer und andere Sicherheitsmaßnahmen eingebaut, da man schon von Miami weiß, dass die Fahrer sich nicht zurückhalten können, wenn man sie in ein Fortbewegungsmittel setzt und auf eine Strecke schickt. Sie werden wohl ein richtiges Rennen fahren. Mehr zu den Lego-Karts könnt ihr hier lesen:

Ferrari aggressiv? Diese Reifen haben die Teams noch

Ein aggressiver Zugang dürfte für die Scuderia auch nicht aufgehen. Einerseits werden die Reifen nicht kaputt, daher kann mit einer Zwei-Stopp-Strategie nicht der nötige Reifenvorteil aufgebaut werden, um Antonelli zu übertrumpfen. Andererseits haben Leclerc und Hamilton keinen neuen Soft- oder zweiten Medium-Reifen übrig, um zweimal zu wechseln. Bei Ferrari, wie auch bei Mercedes und McLaren hat man nur einen frischen Medium und einen frischen Hard zur Verfügung. Das einzige Team, das auch nur im Entferntesten daran denken könnte, ist Red Bull. Die haben nämlich noch einen zweiten unbenutzten Medium auf Lager. Wir persönlich würden Hannah Schmitz nicht dazu raten. Aber erstens haben wir nicht die ganzen Daten und zweitens sind wir nicht sehr erfolgreiche Formel-1-Strateginnen. Also müssen wir uns überraschen lassen. Mehr dazu könnt ihr in unserem Favoritencheck lesen:

Die Strategie in Silverstone

Pirelli hat in Silverstone die härteste Reifenmischung im Gepäck. Nicht, weil der Verschleiß so hoch ist. Sondern weil die Reifenstruktur in den vielen Highspeed-Kurven so belastet wird. Dadurch ist der Reifenabbau praktisch nicht-existent. Antonelli konnte auf einem 17 Runden alten Medium-Pneu im Sprint noch immer die schnellste Runde fahren. Damit wird es in Großbritannien wahrscheinlich eine klassische Ein-Stopp-Strategie mit Medium-Hard oder anders herum für fast das gesamte Feld werden. Das lässt die Strategie-Spielchen, auf die Ferrari hofft, nicht wirklich zu.

Was kann Ferrari in Silverstone?

Eines ist aber auch klar: Ferrari wird ihm den Sieg nicht kampflos überlassen. Ob sie aber die besten Chancen haben, ist fraglich. Denn obwohl Hamilton am Freitag überraschend die Sprint-Pole holte, legte Antonelli am Samstag immer weiter nach. Die Roten hingegen stagnierten, auch wenn Charles Leclerc sich persönlich verbesserte. Lewis Hamilton meinte gestern nach dem Qualifying, dass man sich hoffentlich mit Strategie-Spielchen an Antonelli festbeißen könne. Mit Leclerc auf P2 und Hamilton auf P3 steht es für das Rennen auch 2 gegen 1, aber das dürfte in Silverstone nicht gerade helfen.

Wer hat Chancen auf Sieg in England?

Die große Frage ist jetzt aber: Wer wird in Silverstone siegen? Leider haben wir unsere Glaskugel daheim vergessen und können daher nur mutmaßen. Die besten Chancen hat wohl Kimi Antonelli. Der Mercedes-Junior sieht im Renntrimm am stärksten aus, das zeigte der Sprint am Samstag klar. Dort überholte er Lewis Hamilton in Runde acht mit einer gefinkelten Energiemanagement-Strategie und konnte ihn dann problemlos abschütteln. Mit fast drei Sekunden Vorsprung - herausgefahren in nur neun Runden - krönte er sich gestern zum jüngsten Sprint-Sieger der Formel-1-Geschichte.

Bilder aus Silverstone: Colapinto fliegt

Es war ein vollgepackter Samstag in Silverstone, bei dem auch viele gute Bilder herauskamen. Respekt und Grüße an die Fotografen vor Ort, die an diesem Wochenende wirklich Top-Arbeit leisten. Wir haben gestern noch einige der besten Bilder für euch zusammengesammelt und in eine Galerie gepackt. Besonders beeindruckend: der fliegende Franco Colapinto!

Silverstone-Samstag im Video zusammengefasst

Falls ihr den Qualifying-Bericht nicht lesen wollt (obwohl es bei Motorsport-Magazin.com jetzt auch die Möglichkeit gibt, sich die Artikel von unserem Renningenieur Scott vorlesen zu lassen - unbedingt ausprobieren!), hat Christian den Samstag in Silverstone für euch auch im Video zusammengefasst. Einfach reinklicken!
Kurioser Quali-Trick: So trickst Mercedes die F1-Regeln aus (09:47 Min.)

Großbritannien GP: Antonelli holte Pole

Nachdem der Freitag überraschenderweise von Ferrari oder besser gesagt Lewis Hamilton dominiert wurde, hat sich der Samstag wieder den Erwartungen angepasst. Kimi Antonelli holte nicht nur Sprint-Sieg, sondern auch die Pole Position für das Rennen. Er platzierte sich mit einer Zeit von 1:28.111 fast zwei Zehntel vor einem wieder erstarkten Charles Leclerc. Den ganzen Bericht zum Qualifying gibt es hier:

Hello, Formel 1! Hello, Silverstone!

Hallo und herzlich Willkommen zum Sonntag in Silverstone! Die Formel 1 macht sich langsam bereit für den Großen Preis von Großbritannien. Wir machen uns ebenfalls ready für eine Menge Rennaction auf dem Traditionskurs der Königsklasse. Rennstart ist um 16 Uhr. Wenn ihr neben unserem Liveticker das Rennen auch noch im TV oder Livestream verfolgen wollt, schaut einfach in unseren Übertragunsüberblick: