Das Ende der Formel-1-Runde auf dem Madring

Nach La Monumental folgt ein harter Bremspunkt in Kurve 13, von 300 km/h auf 140 km/h. Hier soll nach unterschiedlicher Linienwahl in der Steilkurve eine gute Überholmöglichkeit sein. Kurve 14 bis 16 sind schnelle, fließende Richtungswechsel, die den zweiten Sektor beenden. Für Kurve 17 wird wieder hart gebremst, offiziellen Schätzungen nach von 280 km/h auf 100 km/h. Die Fahrer verlassen daraufhin durch einen kurzen Tunnel unter der Autobahn durch den permanenten Abschnitt und fahren wieder auf das Veranstaltungsgelände. Durch den Rechtsbogen von Kurve 18 und die Linkskurve von 19 wird kaum gebremst. Kurve 20 ist die langsamste Passage und könnte einige Fahrer aufstellen. Die enge 117-Grad-Rechtskurve und der sofort darauffolgende Linksknick sind sehr knifflig. Laut der offiziellen Website des Madrings sollen hier Überholmanöver möglich sein. Die letzten zwei Kurven, 21 und 22, beides fast 90-Grad-Rechtskurven, führen wieder zurück auf die Start-Ziel-Gerade.

Sektor 2 verleiht 'Autokiller' Madring seinen Namen

Mit Kurve 7 beginnt der zweite Sektor - und was für ein Sektor das ist. Williams-Teamchef James Vowles nannte den Madring im Vorfeld einen "Autokiller", speziell wegen dieses zweiten Sektors. Alle 19 roten Flaggen im Formel-3-Test vor wenigen Wochen wurden hier ausgelöst. Bewältigt man den Hügel zu Kurve 7, biegt man blind in die 90-Grad-Kehre ein. Zu Kurve 8, El Bunker (nahe eines Bunkers aus dem spanischen Bürgerkrieg), fällt die Strecke leicht ab. Auch diese Linkskurve ist blind mit sehr, sehr engen Wänden. Dann geht es wieder bergauf zur Highspeed-Kurve 9. T10 und T11, La Chicane, sind ein langsamer Rechts-Links-Wechsel, der auf den Höhepunkt der Strecke vorbereitet: La Monumental. 550 Meter lang, 24 Prozent überhöht, fast 360 Grad und das alles mit einem geschätzten Speed von 240 km/h. Der Name und die Kurve sollen an eine Stierarena erinnern, 45.000 Menschen auf der Tribüne feuern die Fahrer durch die Kurve an.

Eine Runde auf dem Madring: Der erste Formel-1-Sektor

Starten wir einen kleinen Track-Walk um den Madring, damit wir wissen, auf was wir uns freuen dürfen: Die Runde startet relativ am Anfang der 389 Meter langen Start-Ziel-Geraden. Von der Pole bis zum ersten Bremspunkt müssen die Fahrer 200 Meter zurücklegen. Auf einer Qualifying-Runde sollen die Piloten in Kurve eins von 320 km/h auf 100 km/h bremsen. Die erste Schikane soll auch gleich eine der besten Überholmöglichkeiten sein. Auf die langsamen zwei Kurven folgt ein schneller Rechtsbogen, der auf die längste Gerade (394 m) der Strecke führt. Kurve vier, ebenfalls ein Rechtsbogen, wird mit Vollgas durchfahren, die F1-Boliden sollen hier Geschwindigkeiten von bis zu 340 km/h erreichen. Die Schikane und Kurve 5, 5a und 6 sind harte Bremspunkte, die Fahrer verzögern hier auf 80 km/h. Danach folgt eine kurze Tunneldurchquerung und eine Bergaufpassage, genannt "Subida de las Carcavas", mit 8 Prozent Steigung.

So schnell könnte die Formel 1 in Madrid sein

Der Madring ist eine Mischung aus Highspeed-Passagen und technischen Stellen. Der Teil rund um das Veranstaltungsgeländer herum, etwa von Kurve 18 bis Kurve 4, besteht hauptsächlich aus Geraden mit meist ungefähr 90-Grad-Kurven. Dazwischen müssen die Fahrer einige knifflige Stellen bewältigen. Denn der Madring hält nichts von Auslaufzonen. Die Wände sind extrem eng und die Kerbs teilweise sehr hoch. Das soll die Formel-1-Fahrer aber nicht daran hindern, schnell zu fahren: Topspeeds von etwa 340 km/h sollen auf der 394 Meter langen Geraden von Kurve 3 zu Kurve 4 möglich sein. Auf der Start-Ziel-Geraden sollen die Piloten etwa 320 km/h erreichen. Eine gute Runde soll sich laut Schätzungen der offiziellen Madring-Website im Bereich von 1:34.4 Minuten bewegen.

Die Fakten zum Madring

Bevor wir einen genaueren Blick auf die Strecke werfen, müssen wir zuerst die Basics durchgehen: Der Madring ist eine halb-temporäre Rennstrecke am nordöstlichen Rand der spanischen Hauptstadt. Ein Teil der Strecke führt über das Gelände des Veranstaltungszentrums IFEMA, ein Teil über die öffentlichen Straßen um das Veranstaltungszentrum herum und ein Teil wurde extra für den Grand Prix gebaut. Der Stadtkurs ist 5,414 Kilometer lang und hat sage und schreibe 22 Kurven. Damit ist er der dritt kurvenreichste Kurs im Formel-1-Kalender, gleich nach Jeddah (27) und Singapur (23). Die Renndistanz am Sonntag wird 308,399 Kilometer betragen, was 57 Runden entspricht.

Formel 1: Willkommen in Madrid!

Hallo und herzlich Willkommen liebe Motorsport-Magazin.com-Freunde und -Freundinnen sowie Formel-1-Fans! Wir starten heute in den Großen Preis von Spanien. Uns erwartet eine Premiere. Denn anders als die letzten 35 Jahre findet der Spanien GP nicht in Barcelona statt. Heute debütiert die neue Stadtstrecke in Madrid: der sehr clever benannte Madring! Bevor wir um 13:30 Uhr ins erste Freie Training starten, schauen wir uns die Strecke noch einmal etwas genauer an. Falls ihr die erste Session auf dem neuen Kurs nicht verpassen wollt, haben wir für euch im Überblick, auf welchen Sendern ihr das FP1 und FP2 verfolgen könnt. Dann auf geht's!