Kimi Antonelli lässt im 3. Freien Training zum Bahrain´GP in Malaysia die Muskeln spielen. Nachdem Mercedes am Freitag mit dem Update noch Probleme hatte, fuhr der WM-Leader der Formel 1 in der Qualifying-Generalprobe die die absolute Bestzeit. 1:36,302 Minuten benötigte Antonelli für seine schnellste Runde um den 5,543 Kilometer langen Sepang International Circuit. Dahinter etablierte sich Red Bull als erster Verfolger, Ferrari und McLaren waren abgeschlagen.
Wie schon die ersten beiden Trainings war auch das Abschlusstraining von starkem Reifenabbau dominiert, die Pirelli-Pneus erlaubten nur eine schnelle Runde. Deshalb gab es zu Beginn der Session kaum Fahrbetrieb, erst nach 15 Minuten begannen die meisten Teams mit ihren ersten Runs. Dabei gab es zu Beginn durchaus unterschiedliche Reifenstrategien: Während beide Mercedes und Lewis Hamilton beim ersten Satz auf Soft setzten, gingen McLaren und Red Bull auf Mediums auf die Strecke, Charles Lelcerc auf Hard. Am Ende gab es den üblichen Schlagabtsuch auf Soft-Pneus.
Das Ergebnis: Darauf war Andrea Kimi Antonelli rund drei Zehntelsekunden schneller als Max Verstappen auf Rang zwei. Isack Hadjar bestätigte weitere drei Zehntel dahinter seine starke Comeback-Form. George Russell musste sich mit sechs Zehntelsekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen auf Rang vier einreihen.
Mit sieben Zehntel Rückstand landete das Ferrari-Duo Charles Leclerc und Lewis Hamilton auf fünf und sechs. Damit war die Scuderia noch immer besser unterwegs als McLaren: Lando Norris konnte sich auf den Soft-Reifen nicht verbessern und wurde mit seiner Medium-Zeit Siebter. Oscar Piastri konnte sich zwar auf Soft verbessern, war darauf aber zwei Zehntel langsamer als der Teamkollege auf Medium und wurde nur Achter.
Franco Colapinto und Arvid Lindblad komplettierten die Top-10. Gabriel Bortoleto stellte den Audi auf Platz elf, Nico Hülkenberg beendete das Training lediglich auf Platz 15. Überraschend gut war Fernando Alonso im Aston Martin unterwegs: Der Routinier stellte den Boliden auf Rang zwölf.
Die Rundenzeiten blieben auch im 3. Training weit hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Warum, das erklärt euch Christian im Video:
Die Zwischenfälle: Nach zahlreichen Ausrutschern am Trainingsfreitag in der Zielkurve, bei denen teilweise der Poller an der Boxeneinfahrt überschossen wurde, reagierte die Rennleitung über Nacht. Die Regel bleibt: Wer rechts am Poller vorbeifährt, muss in die Boxengasse fahren. Allerdings wurde der Poller nach hinten versetzt, damit ein Verbremser nicht automatisch eine Boxendurchfahrt nach sich zieht.
Nach 25 Minuten musste das Training kurz unterbrochen werden. Am Auto von Ollie Bearman hatte sich ein Teil gelöst, das auf der Ideallinie liegenblieb. "Zuerst dachte ich, der Reifen löst sich auf, aber das war es nicht", funkte Bearman. "Ich denke, wir wissen was es ist, wir nehmen den Reifen ab und schauen uns das an", hießt es von seinem Renningenieur.
Soweit kam es aber nicht. Das dunkle, flexible und lange Teil an der Innenseite des rechten Vorderrads löste sich ab und blieb auf der Strecke liegen. Nach einer kurzen Unterbrechung konnte die Session wieder freigegeben werden.
Das Wetter: Die Formel 1 bleibt weiter vom Regen verschont. Auch im 3. Freien Training in Malaysia blieb es einfach nur heiß und schwül. Das Quecksilber stieg auf 33 Grad Celsius, auf dem Asphalt wurden mehr als 55 Grad gemessen. Für das Qualifying heute und das Rennen morgen werden ähnliche Bedingungen erwartet, die Chance auf Regenschauer besteht am Äquator aber immer.
Unter der Hitze könnten besonders die Mercedes-Piloten leiden. Denn das Team hatte kein Geld, die Formel-1-Klimaanlage zu entwickeln:



diese Formel 1 Nachricht