Bereits vor dem Qualifying heute bei der Formel 1 in Malaysia steht fest, dass drei Fahrer in der Startaufstellung für das offiziell als Bahrain-GP deklarierte Rennen am Sonntag mit Strafen zurückversetzt werden. Wen betrifft es? Motorsport-Magazin.com liefert den Überblick.
Schon seit einer Woche steht fest, dass Franco Colapinto in Malaysia nach hinten versetzt wird. Am Freitag wurden die Strafplätze aber sogar mehr als erwartet. 15 Plätze wird Colapinto in der Startaufstellung aufgrund von zwei verschiedenen Vergehen verlieren.
5 Plätze rühren daher, dass er am letzten Wochenende in Baku mit einem fatalen Fahrfehler beim Safety-Car-Restart zwei Konkurrenten in der ersten Kurve aus dem Rennen crashte. Die dafür ausgesprochenen 10 Strafsekunden wurden in 5 Strafplätze für das nächste Rennen umgewandelt, weil Colapinto zum Zeitpunkt der Strafe schon ausgefallen war und sie in Baku nicht mehr ableisten konnte. Am Freitag in Malaysia kamen noch 10 Plätze für einen Motorwechsel drauf, Colapinto bekommt seinen fünften von vier erlaubten Verbrennungsmotoren eingebaut.
Motor-Strafen in Malaysia für zwei Autos mit Red-Bull-Ford-Motor
Motorstrafen gibt es schließlich auch im RBPT-Ford-Lager. Zwei der vier Fahrer betrifft es in Malaysia. Isack Hadjar muss um 5 Plätze zurück, weil er den siebten Verbrennungsmotor einsetzt.
Und bei den Racing Bulls erwischt es Arvid Lindblad noch schlimmer. 30 Plätze lasten ihm an, weil er den fünften Verbrennungsmotor, den fünften Turbo und die fünfte Auspuff-Einheit einsetzen muss. 30 Plätze werden automatisch in einen "Start vom Ende des Feldes" umgewandelt. Damit ist Lindblad fix Letzter.
- Isack Hadjar: + 5 Startplätze
(Motorwechsel) - Franco Colapinto: + 15 Startplätze
(5 für Baku-Crash, 10 für Motorwechsel) - Arvid Lindblad: + 30 Plätze
(Motorwechsel)
Erklärt: So werden Formel-1-Strafen für die Startaufstellung gehandhabt
Das Sportliche Reglement der Formel 1 definiert inzwischen einen mehrstufigen Prozess, der eine Serie an zuvor vagen Richtlinien ersetzt hat und das Bauen der Startaufstellung völlig klar macht. Jede Startaufstellung beginnt mit dem Ordnen der Bestraften. Zuerst werden alle Fahrer mit 1 bis 15 Strafplätzen hergenommen. Bei jedem wird die Strafe auf das Qualifying-Ergebnis addiert. Daraus ergibt sich die erste Reihung der bestraften Fahrer in einer temporären Startaufstellung.
Landen zwei bestrafte Fahrer auf dem gleichen Platz, darf der Fahrer mit dem besseren Qualifying-Ergebnis um einen Platz vorrücken. Erst nach der Erstellung der temporären Straf-Reihenfolge werden allen unbestraften Fahrern vom ersten Platz abwärts in der Qualifying-Reihenfolge die freien Plätze zugewiesen. Danach dürfen alle bestraften Fahrer aufrücken, um die in der temporären Startaufstellung verbleibenden Lücken zu schließen.
Abschließend werden alle Fahrer abgehandelt, denen mehr als 15 Strafplätze anhaften. Diese Fahrer müssen automatisch hinter allen anderen losfahren. Gibt es mehrere Fahrer mit über 15 Strafplätzen, werden sie untereinander nach dem Qualifying-Ergebnis sortiert. Gibt es dann noch einen Fahrer, der am Qualifying nicht teilnahm oder disqualifiziert wurde, startet der schließlich dahinter. Sind es mehrere, werden sie nach der letzten gezeiteten Session gereiht, an der sie alle teilnahmen.



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