Pirelli entwickelt den neuen P Zero R speziell für den Mercedes-AMG GT 63 PRO 4MATIC+. Das Modell wurde kürzlich als erstes offizielles FIA F1 Safety-Car mit vollvariablem Allradantrieb vorgestellt. Der neue Ultra-High-Performance-Reifen verbindet eine "Qualifying-Niveau" - Performance bei trockenen Bedingungen mit einem äußerst präzisen Lenkverhalten. Gleichzeitig ermöglicht er ein sicheres Handling bei Nässe. Pirelli entwickelte diesen P Zero R, um bei Einsätzen des Safety-Cars in der Formel 1 eine konstante Performance zu bieten – insbesondere dann, wenn Präzision, Zuverlässigkeit und Kontrolle entscheidend sind.

Diese hohe Leistungsfähigkeit bei trockenen wie nassen Bedingungen basiert auf einer Lauffläche mit zwei unterschiedlichen Mischungen. Dank Virtualisierung entwickelte Pirelli zudem spezifische Design-Details für die Lauffläche. Sie sind darauf abgestimmt, die Performance dieses speziellen Fahrzeugs noch zu optimieren. Der Reifen entstand in gemeinsamer Entwicklungsarbeit mit den Ingenieuren von Mercedes-AMG in Affalterbach. Verfeinert wurde er mithilfe virtueller Simulationsmodelle, die ein zentraler Bestandteil des Entwicklungsprozesses von Pirelli sind.

Kurz vor dem Formel-1-Saisonstart wird bekannt, dass Pirelli-Motorsportchef Mario Isola das Unternehmen verlässt. Einen Nachfolger gibt es auch schon - mehr dazu in diesem Artikel:

Die beiden Mischungen sowie das Verhältnis von Profilblöcken zu Rillen und die Breite der Profilkanäle sind so ausgelegt, dass sie optimal mit der Fahrwerksgeometrie und dem Sturz des Fahrzeugs zusammenarbeiten. Dieses Zusammenspiel optimiert die Aufstandsfläche des Reifens unter verschiedenen Fahrbedingungen. Das maximiert den Grip und verbessert die Lenkpräzision. Gleichzeitig erhöht es die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten, ohne die Performance auf nasser Fahrbahn zu beeinträchtigen.

Das Projekt ist Teil des Engagements von Pirelli in der Formel 1. Seit 2011 ist das Unternehmen exklusiver Reifenlieferant der Rennserie. Diese Position haben die FIA und der Formel 1 kürzlich bestätigt und bis 2028 verlängert. Die Zusammenarbeit reicht bis zum Eröffnungsrennen im Jahr 1950 zurück. Über die Jahrzehnte begleitete Pirelli die technische Entwicklung F1 und erreichte 2025 den Meilenstein von 500 Grands Prix. Die auf der Rennstrecke gesammelte Erfahrung, auch unter extremen Bedingungen, dient Pirelli als Innovationslabor. Dessen Erkenntnisse fließen auch in die Entwicklung von Straßenreifen ein.

Pirelli konzipierte den 21-Zoll-P Zero R für den Mercedes-AMG GT 63 PRO 4MATIC+
Seit 1950 ist Pirelli offizieller Reifenlieferant der Formel 1, Foto: Pirelli F1
Pirelli konzipierte den 21-Zoll-P Zero R für den Mercedes-AMG GT 63 PRO 4MATIC+
Mercedes ist seit diesem Jahr wieder alleiniger Bereitsteller des Safety Cars, Foto: Pirelli F1

Bernd Mayländer war an der F1-Reifenentwicklung beteiligt

Pirelli konzipierte den 21-Zoll-P Zero R für den Mercedes-AMG GT 63 PRO 4MATIC+, um die Kraft seines 4,0-Liter-V8-Biturbomotors effektiv auf die Straße zu bringen. Der Motor leistet 450 kW (612 PS) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 850 Nm. Das Fahrzeug ist auf hohe Performance und Fahrbarkeit ausgelegt. Dazu trägt auch der vollvariable Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ bei. Er erfordert Reifen, die schnelle Lastwechsel bewältigen und es dem Fahrzeug zugleich ermöglichen, sein hohes dynamisches Potenzial auszuschöpfen. Der P Zero R verstärkt diese Eigenschaften mit hohem Grip, präzisem Ansprechverhalten und konstanter Performance. Damit eignet er sich ideal für den Einsatz auf der Rennstrecke.

Formel 1 im Schleichmodus! Dieser Software-Bug legte die F1 lahm (10:13 Min.)

Dieser Reifen ist der erste P Zero R, den Pirelli speziell für einen Mercedes-AMG entwickelte. Er wurde auf dem Nürburgring und in Nardò ausgiebig getestet. Daran wirkten unter anderem Bernd Mayländer sowie weitere erfahrene Safety-Car Fahrer mit. Sie lobten die konstante Performance und das hohe Gripniveau des Reifens unter unterschiedlichsten Bedingungen.

Das Projekt bestätigt die langjährige Zusammenarbeit zwischen Pirelli und Mercedes-AMG bei der Entwicklung von Hochleistungsreifen. Grundlage ist ein gemeinsamer Entwicklungsprozess, der das Know-how beider Marken bereits in den frühesten Phasen der Fahrzeugentwicklung bündelt. Daraus gingen bislang mehr als 150 Reifenausstattungen hervor. Im Einklang mit dem Perfect-Fit-Ansatz trägt die Reifenspezifikation für den Mercedes-AMG GT 63 PRO 4MATIC+ die Markierung "MO1" auf der Seitenwand. Sie zeigt an, dass der Reifen speziell für dieses Modell entwickelt wurde.

Auch das vorherige offizielle FIA F1 Safety-Car der Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach, der Mercedes-AMG GT Black Series, war mit Pirelli P Zero-Reifen ausgestattet. Dieses Modell wurde von 2022 bis 2026 als Safety-Car eingesetzt. Der jüngste Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen Pirelli und Mercedes-AMG war der Nürburgring-Nordschleifenrekord des Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ auf Pirelli P Zero Trofeo RS-Reifen. Mit einer Zeit von 7:32,070 Minuten sicherte sich die sportliche viertürige Limousine den Titel als schnellstes Fahrzeug ihres Segments auf der legendären deutschen Rennstrecke.