Am Sonntag wird sich Kimi Antonelli beim Großen Preis von Mexiko aller Voraussicht nach zum jüngsten Formel-1-Weltmeister der Geschichte krönen und damit ganz Italien eine WM-Party bescheren – allerdings nicht die erhoffte in Rot. Denn Ferrari belegt "nur" den zweiten Platz in der Konstrukteurswertung. Nach einem wesentlich stärkeren Saisonstart beträgt der komfortable Vorsprung auf McLaren und Red Bull 119 Punkte. Dennoch ist Ferrari erneut nicht das dominierende Team.

F1-Experte Christian Danner macht den Tifosi dennoch Hoffnung: "Sie sind ziemlich gut dieses Jahr. Sie sind schnell – nicht immer dann so schnell, wenn es darauf ankommt –, aber der eigentliche Speed im Auto ist da. Jetzt hilft nur eines: Kontinuität. Ich glaube, wenn sie konsequent mit all den Beteiligten – den Fahrern, den Ingenieuren und mit Fred [Vasseur, Anm. d. Red.] natürlich – weitermachen, dann kann das nächstes Jahr ganz nach vorne führen."

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F1-Experte: Motordefizit lässt sich aufholen

Als größte Schwachstelle des SF-26 hat sich in dieser Saison eindeutig der Motor herausgestellt. Entsprechend wird in Maranello bereits seit Monaten an der Antriebseinheit für das kommende Jahr gearbeitet, die für Ferrari 2027 den entscheidenden Wendepunkt bringen soll. Laut Danner ist die Chance durchaus gegeben: "Der Motor ist nicht so gut, wie er sein sollte. Aber so schlecht ist er auch nicht – das kann man aufholen." Die komplette #askAvD Bonusfolge mit Danner gibt es hier.

Der bislang letzte Fahrertitel der Scuderia liegt 19 Jahre zurück. 2007 setzte sich Kimi Räikkönen mit nur einem Punkt Vorsprung gegen Lewis Hamilton durch. Ausgerechnet jener Hamilton, der 18 Jahre später selbst zu Ferrari wechselte, um wie einst Michael Schumacher die Scuderia zurück an die Spitze zu führen. An diesem Vorhaben sind jedoch schon andere große Namen gescheitert. Der zweifache Champion Fernando Alonso schaffte nicht, auch Sebastian Vettel konnte seinen vier WM-Titeln mit Red Bull keinen weiteren mit Ferrari hinzufügen.

Danner glaubt jedoch, dass Ferrari mittlerweile alle Voraussetzungen mitbringt, um ähnlich erfolgreich zu sein wie das Dreamteam der 2000er Jahre mit Michael Schumacher, Jean Todt, Nigel Stepney und Ross Brawn. Mit Fred Vasseur an der Spitze sowie seinem Stellvertreter Jerome d’Ambrosio habe die Scuderia endlich wieder ein Team, das Struktur in das Chaos bringt. "Ich glaube schon, dass die jetzt eine Struktur haben, die gut genug ist. Man muss halt die einfach mal machen lassen", betont Danner.

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