Warum hat Haas an keinem Punkt bisher Oliver Bearman für 2027 bestätigt? Diese Frage wird im Formel-1-Fahrerlager in den letzten Wochen immer dringender. Inzwischen ist an die Öffentlichkeit gedrungen: Es gibt ein Patt in den Vertrags-Verhandlungen. Über die Gründe dafür kursieren bereits Gerüchte, und die stoßen Haas-Teamchef Ayao Komatsu sauer auf.

Bearman hatte davor am Donnerstag in Mexiko bereits festgehalten, dass er auf jeden Fall bei Haas bleiben wolle - dass es aber ein paar Dinge zu klären gäbe, die nicht in seiner Hand lägen. Die Gerüchteküche will darin neue Gehaltsforderungen von Bearmans Management sehen, eine Erhöhung bis auf sechs Millionen pro Jahr.

Haas-Teamchef Ayao Komatsu mit Klartext zu Formel-1-Gerüchten

"Versteht ihr, wo das herkommt? Nein? Ich auch nicht", reagiert Komatsu genervt. "Keine Ahnung, wer auf diese sechs Millionen Euro gekommen ist." Von diesem Betrag will Komatsu erstmals gehört haben, als ihm der Haas-Kommunikationschef einen Social-Media-Post darüber zeigte: "Toll, jemand will was provozieren."

"Ich habe das nicht zu kommentieren, das ist nicht einmal ansatzweise wahr", empört sich Komatsu. "Warum verbringen wir Zeit mit so einem absoluten Nonsens? Was ist der Sinn dahinter? Diese Leute helfen eindeutig niemandem. Und es ist Wahnsinn heutzutage, die Leute checken die Quelle nicht. Oh, ich will mehr Klicks, mehr Likes, also kopieren sie alle Storys, und ehe du dich versiehst, bringen 20 Leute die Story und alle denken, es sei die Wahrheit."

"Absoluter Nonsens", wiederholt Komatsu mehrmals. Die wahren Gründe für die Verzögerung will er nicht öffentlich ausdiskutieren: "Sorry, die Frage kann ich nicht beantworten. Aber schaut, es ist ganz klar für beide Seiten, Ollies Seite, unsere Seite, die von TGR Haas F1, wir wollen weiter zusammenarbeiten."

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Haas will Oliver Bearman halten: Zuversicht bei der Vertrags-Lösung

"Wir haben sehr gut zusammengearbeitet, wir pushen einander, und vor allem arbeiten wir gern miteinander", unterstreicht Komatsu. "Er bringt dem Team viel, wir wachsen gemeinsam, beide Seiten ziehen am gleichen Strang. Wir arbeiten gerade an einer Lösung, um nächstes Jahr gemeinsam weiterzumachen, und ich bin mir sicher, dass wir eine finden werden."

Für Komatsu ist es nicht der erste Ärger mit medialen Gerüchten in dieser Saison. Aus einer schlechten Übersetzung war rund um das Miami-Wochenende die Behauptung entstanden, Komatsu habe sich dort mit seinem zweiten Fahrer Esteban Ocon gestritten. Das hat Komatsu auch heute nicht vergessen: "Wo Rauch ist, da ist Feuer, sagen die Leute, aber manche Leute erfinden einfach Geschichten."

Das zweite Cockpit neben Bearman ist inzwischen schon fixiert. Ocon muss es nach zwei enttäuschenden Jahren räumen, Ferrari-Junior Rafael Camara wird es 2027 übernehmen.