Die Formel-3-Meisterschaft hat ihren Kalender für die Saison 2027 vorgestellt. Insgesamt stehen zehn Rennwochenenden auf vier Kontinenten auf dem Programm. Mit Dschidda, Montreal und Istanbul kommen drei neue Austragungsorte hinzu. Erstmals in ihrer Geschichte wird die Formel 3 dabei auch in Nordamerika antreten und damit ihre internationale Präsenz weiter ausbauen.

Die Saison beginnt im März direkt mit einem Double-Header. Den Auftakt bildet Sakhir in Bahrain, wo die Formel 3 gemeinsam mit der Formel 1 und Formel 2 fährt. Anschließend reist das Feld nach Dschidda in Saudi-Arabien. Dort treten die 30 Formel-3-Boliden erstmals auf dem schnellen und anspruchsvollen Jeddah Corniche Circuit an. Im April folgt Melbourne in Australien, ehe die Formel 3 im Mai ihr historisches Nordamerika-Debüt feiert. Die vierte Saisonstation findet in Montreal statt. Auf dem Circuit Gilles-Villeneuve wartet eine weitere neue Herausforderung auf die Fahrer.

Europaauftakt der Formel 3 in Monaco

Die Formel 3 kehrt Anfang Juni auf die Straßen von Monaco zurück. Im Juli folgen erneut zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Rennwochenenden: zunächst im britischen Silverstone, anschließend auf dem Red Bull Ring in Spielberg. Nach der Sommerpause wird die Saison mit einem weiteren Double-Header fortgesetzt. Zunächst treten Teams und Fahrer in Monza in Italien an, ehe es weiter zum Madring nach Spanien geht. Das Saisonfinale 2027 steigt in der türkischen Hauptstadt Istanbul. Der Istanbul Park ist erstmals Teil des Formel-3-Kalenders. Die anspruchsvolle Strecke bildet damit den Abschluss einer Saison, in der die Meisterschaft geografisch so breit aufgestellt ist wie nie zuvor.

Formel 3: Der Rennkalender für 2027 in der Übersicht

RennenDatumOrtAustragungsland
112.3 - 14.3.2027SakhirBahrain
219.3 - 21.3.2027JeddahSaudi-Arabien
302.04 - 04.04.2027MelbourneAustralien
420.05 - 23.05.2027MontrealKanada
503.06. - 06.06.2027MonacoMonaco
602.07 - 04.07.2027SilverstoneGroßbritannien
709.07. - 11.07.2027SpielbergÖsterreich
803.09. - 05.09.2027MonzaItalien
910.09 - 12.09.2027MadridSpanien
1001.10 - 03.10.2027IstanbulTürkei

FIA-Präsident hat mit Formel 3 viel vor

"Die Formel 3 ist für viele Fahrer die Bühne, auf der sie sich erstmals auf internationalem Niveau beweisen können. Der Kalender 2027 bietet ihnen eine außergewöhnliche Vielfalt an Herausforderungen, durch die sie ihre Fähigkeiten weiterentwickeln können. Dass wir erstmals in Nordamerika antreten, ist ein wichtiger Meilenstein für die Meisterschaft. Gleichzeitig werden die neuen Rennen in Dschidda und Istanbul unsere Fahrer auf anspruchsvollen Strecken besonders fordern. Jungen Talenten solche Erfahrungen zu ermöglichen, ist entscheidend für die Zukunft unseres Sports. Ich freue mich darauf zu sehen, wie sich diese nächste Generation den Herausforderungen der Saison 2027 stellt", sagt FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem im Rahmen der offiziellen Vorstellung.

F1-Boss Stefano Domenicali betont: "Wir haben 2026 großartigen Motorsport in der Formel 3 erlebt, darunter einen unglaublich spannenden Kampf um den Titel, den am Ende erstmals ein US-amerikanischer Fahrer für sich entscheiden konnte. Die Saison 2027 soll an diese Dynamik anknüpfen, mit einer weiteren vielversprechenden Generation junger Talente, die sich ihren Weg durch die Motorsport-Pyramide bahnt." Der Plan von Formel-3-CEO Bruno Michel es zudem, die Meisterschaft noch internationaler zu machen. 2027 mit drei neuen Austragungsorten sieht er als ersten wichtigen Schritt: "Der FIA-Formel-3-Kalender 2027 ist wegweisend. Mit drei neuen Austragungsorten kommen anspruchsvolle Herausforderungen auf Teams und Fahrer zu. Es wird sehr spannend sein, die Formel-3-Autos auf dem Jeddah Corniche Circuit zu sehen. Besonders freue ich mich darüber, dass wir die Formel 3 durch die Aufnahme von Montreal in den Kalender erstmals nach Nordamerika bringen. Der Istanbul Park wird das Saisonfinale austragen und damit eine weitere neue Herausforderung in der kommenden Saison darstellen."

Von der Formel 3 an die Weltspitze: Der steile Weg der heutigen F1-Stars

2019 fiel der Startschuss für die FIA-Formel-3-Meisterschaft. Das ambitionierte neue Projekt der FIA und der damaligen GP3-Series-Organisation sollte eine offizielle dritte Stufe auf dem Weg in die Formel 1 schaffen. Durch die Zusammenführung der GP3-Serie und der europäischen Formel 3 entstand eine klar definierte Einstiegsebene für junge, ambitionierte Fahrer, die den Sprung in die Formel 1 schaffen wollten.

Zu den bekanntesten Absolventen der Formel 3 zählen unter anderem der Champion von 2020, Oscar Piastri, F1-Rookie Arvid Lindblad sowie die Formel-1-Rookie-Generation 2025 mit F3-Champion Gabriel Bortoleto, Oliver Bearman, Franco Colapinto und Isack Hadjar. Zudem profitiert die Meisterschaft von der großen Erfahrung der FIA bei der technischen Abnahme der Fahrzeuge sowie bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltungen. Gleichzeitig sorgt die umfassende Kompetenz von FOM (Formula One Management) in den Bereichen TV-Produktion und Vermarktung dafür, dass die Formel 3 weltweit eine hohe Reichweite und große Aufmerksamkeit erzielt.

F1-Startchaos in Malaysia erklärt: Der fatale Rechenfehler im FIA-Reglement (22:46 Min.)

Was haltet ihr von dem neuen Kalender: Gefällt euch die Internationalisierung der Formel 3 oder sollte der Fokus stärker auf Europa liegen? Schreibt es uns in die Kommentare!