Interessante Entwicklung in der IndyCar-Serie, die auch Mick Schumachers Zukunft in der US-Meisterschaft betreffen kann: Sein Team RLL hat eines der drei Charter - also einen von drei vorhandenen Startplätzen - für die Saison 2027 verkauft. Dreyer & Reinbold Racing hat sich eine der Lizenzen geschnappt und kehrt nächstes Jahr Vollzeit mit einem eigenen Auto zurück.

Im gleichen Zuge reduziert Rahal Letterman Lanigan Racing sein Aufgebot für 2027 von drei auf nur noch zwei Fahrzeuge. Aktuell gehen neben Schumacher noch Rennstallbesitzer-Sohn Graham Rahal sowie der Brite Louis Foster für das Team an den Start. Mit welchem Fahrer-Duo RLL die nächstjährige IndyCar-Saison bestreiten wird, ist noch nicht bekannt.

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Mick Schumachers Team reduziert IndyCar-Aufgebot

Dreyer & Reinbold Racing, dessen Gründer Dennis Reinbold am 13. Juni dieses Jahres im Alter von 65 Jahren verstarb, kehrt erstmals seit 2012 für eine volle Saison in die US-Formelserie zurück. Auf welchen Piloten der Rennstall setzen wird, soll in naher Zukunft bekanntgegeben werden. Das US-Fachportal Racer spekuliert mit Conor Daly als möglichem Stammfahrer.

"Im Zuge unserer langfristigen Planungen haben wir die strategische Entscheidung getroffen, unser Vollzeitprogramm ab 2027 wieder auf zwei Autos zu reduzieren", sagt RLL-Mitbesitzer und Ex-Rennfahrer Bobby Rahal. "Wir sind überzeugt, dass wir dadurch unsere Wettbewerbsfähigkeit maximieren und unsere Ressourcen gezielt auf die Einführung des neuen Fahrzeugs konzentrieren können."

Mick Schumacher bei den IndyCars
Mick Schumacher bestreitet seine IndyCar-Debütsaison für RLL, Foto: IndyCar/James Black

RLL führt seit der Saison 2022 drei Fahrzeuge an den Start und sicherte sich Ende 2024 drei der 25 Charter-Plätze im neueingeführten System der IndyCar-Serie. Jedes der aktuell zehn Teams im Starterfeld konnte maximal drei Startlizenzen erwerben. Bis Ende 2026 ist es für Teams, welche über kein Charter verfügen, laut Reglement möglich, an IndyCar-Rennen teilzunehmen. Jedoch werden diese dann im 'Leaders Circle' Preisgeld-System nicht berücksichtigt. Prema war 2025 das einzige Team, das von dieser Möglichkeit Gebrauch machte. Ab 2027 ist der Start bei allen Rennen abgesehen vom Indy 500 ausschließlich mit einem Charter-Platz möglich.

Zu welchem Preis Dreyer & Reinbold Racing nun eine der Lizenzen - vorbehaltlich der IndyCar-Zusage - übernommen hat, ist nicht bekannt. Das Fachmagazin Racer bringt einen Verkaufspreis von 13 Millionen Dollar ins Spiel. RLL ist das erste Team unter dem aus der NASCAR bekannten Charter-System, das eine Startlizenz verkauft hat.

Mick Schumacher sieht Zukunft in IndyCar-Serie

IndyCar-Debütant Schumacher bestritt zuletzt Werbung in Eigensache und erzielte mit Platz acht beim Oval-Rennen in Nashville sein mit Abstand bestes Ergebnis. Der 27-Jährige hat die 'Rote Laterne' in der Gesamtwertung abgegeben und belegt den 24. Rang mit 132 Punkten. Spitzenreiter Alex Palou hat 457 Zähler auf dem Konto und stürmt in Richtung seines vierten aufeinanderfolgenden Titelgewinns.

Schumacher bekräftigte nach der starken Nashville-Vorstellung, dass er der IndyCar-Serie für eine weitere Saison treu bleiben will. "Ich denke, dass es eine hohe Chance gibt, dass ich nächstes Jahr hier bin", sagte der frühere Formel-1- und WEC-Fahrer. Die Silly Season in der US-Meisterschaft ist in vollem Gange und hat seit den Sensations-Transfers von Arrow McLaren zusätzlich an Fahrt aufgenommen.

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