Das SUV-Segment wächst weiter und gerade bezahlbare Familienmodelle werden immer wichtiger. Genau hier könnte Fiat mit dem neuen Grizzly ansetzen. Das Modell soll unterhalb der klassischen Mittelklasse positioniert werden und ausreichend Platz für Alltag, Freizeit und Familie bieten, ohne preislich in Regionen vorzudringen, die viele Käufer inzwischen abschrecken.
Nach bisher bekannten Informationen wird der Grizzly nicht allein kommen. Neben der klassischen SUV-Variante ist offenbar auch ein Grizzly Fastback mit flacher abfallender Dachlinie geplant, der etwas mehr Lifestyle-Flair ins Programm bringen soll.
Bewährte Technik aus dem Stellantis-Baukasten
Technisch dürfte der Grizzly auf der Smart-Car-Plattform des Stellantis-Konzerns basieren. Diese Architektur kommt bereits bei Modellen wie dem Citroën C3 Aircross und dem Opel Frontera zum Einsatz und wurde von Beginn an für unterschiedliche Antriebsarten ausgelegt.
Erwartet werden ein 1,2-Liter-Turbobenziner sowie elektrifizierte Mildhybrid-Versionen mit Leistungen zwischen etwa 110 und 145 PS. Darüber hinaus gilt auch eine vollelektrische Ausführung als wahrscheinlich. Hier könnten die aus den Schwestermodellen bekannten Batterien mit 43 oder 52 kWh zum Einsatz kommen, was Reichweiten von bis zu 400 Kilometern ermöglichen würde.
Mehr als nur ein neuer Fiat?
Gerade die technische Basis macht den Grizzly interessant. Die Smart-Car-Plattform wurde nicht ausschließlich für Europa entwickelt, sondern ist auf eine weltweite Nutzung ausgelegt. Das eröffnet Stellantis die Möglichkeit, das Fahrzeug mit überschaubarem Aufwand unter verschiedenen Marken anzubieten.
In der Vergangenheit hat der Konzern dieses Prinzip bereits mehrfach genutzt: Unterschiedliche Modelle teilen sich Technik und Architektur, treten aber je nach Markt unter einem anderen Markennamen auf. Der Grizzly könnte diesen Weg ebenfalls gehen.
Kommt der Grizzly als Chrysler nach Amerika?
Eine besonders spannende Frage ist, ob das neue SUV langfristig auch für den nordamerikanischen Markt vorgesehen ist. Offiziell gibt es dafür bislang keine Hinweise. Dennoch wäre ein solcher Schritt durchaus nachvollziehbar.

Chrysler verfügt derzeit nur über ein sehr kleines Minivan-Modellprogramm (Pacifica und Voyager). Seit Jahren wird darüber spekuliert, wie die Traditionsmarke neu aufgestellt werden soll. Ein kompaktes SUV auf einer bereits vorhandenen Plattform wäre eine vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit, das Portfolio zu erweitern und gleichzeitig vom anhaltenden Crossover-Boom in den USA zu profitieren.

Auch der Name „Grizzly“ würde durchaus zu einem nordamerikanischen Marktauftritt passen. Denkbar wäre daher, dass Fiat das Modell in Europa anbietet, während eine angepasste Version unter dem Chrysler-Logo über den Atlantik rollt.

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