Es gibt SUV, die ihre Leistung unbedingt zeigen wollen. Der neue Aston Martin DBX GT gehört nicht dazu. Er sieht beinahe zurückhaltend aus, rollt auf dezenten 22-Zöllern und wurde innen vor allem auf eines getrimmt: Ruhe.
Das klingt bei einem SUV mit 727 PS zunächst etwas widersprüchlich. Genau darin liegt aber die Idee hinter dem neuen DBX GT. Während der DBX S seine sportliche Seite offen zur Schau trägt, soll der GT die elegantere Alternative sein – für Kunden, die lieber schnell ankommen, als dabei permanent daran erinnert zu werden, wie schnell ihr Auto eigentlich ist.
0–100 in 3,1 Sekunden
Unter der Haube macht Aston Martin keine halben Sachen. Der DBX GT übernimmt den 4,0-Liter-V8-Biturbo aus dem DBX S. 727 PS und 900 Nm stehen zur Verfügung. Die Turbolader-Technik stammt teilweise aus dem Mittelmotor-Sportwagen Valhalla.
Das Ergebnis: 0 auf 100 km/h in 3,1 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von rund 311 km/h. Damit gehört der DBX GT weiterhin zu den stärksten SUV mit reinem Verbrennungsmotor.

Auch bei der Hardware bleibt der Aston kompromisslos. Eine Carbon-Keramik-Bremsanlage mit 420 Millimeter großen Scheiben an der Vorderachse und 390 Millimetern hinten sorgt für die Verzögerung. Die Lenkung wurde direkter übersetzt, der Wendekreis liegt bei 12 Metern.
Aston Martin macht den DBX deutlich leiser
Besonders viel Arbeit steckt deshalb in einem Bereich, über den Hersteller bei Performance-SUV normalerweise nicht besonders gerne sprechen: der Geräuschdämmung.
Aston Martin hat die Karosseriestruktur verstärkt, Dichtungen überarbeitet und zusätzliche Dämmmaterialien in Türen, Radhäusern und Laderaum untergebracht. Dazu kommt akustisch laminiertes Glas für die hinteren Seitenscheiben.

Der Effekt lässt sich tatsächlich messen. Der sogenannte Articulation Index, der unter anderem die Sprachverständlichkeit im Innenraum beschreibt, verbessert sich laut Aston Martin um 13 Prozent.
Mehr Komfort, ohne das Fahrwerk weichzuspülen
Auch das Fahrwerk wurde entsprechend überarbeitet. Neue Dämpferventile sollen vor allem hochfrequente Stöße auf schlechtem Asphalt herausfiltern. Gleichzeitig wurden Federraten und Dämpferabstimmung an die verschiedenen Fahrmodi angepasst.

Hinzu kommen optimierte Gasannahme und überarbeitete Schaltvorgänge der Neungang-Automatik. Der DBX GT soll dadurch gerade auf langen Strecken souveräner wirken, ohne bei höherem Tempo seine sportlichen Fähigkeiten einzubüßen.
Im GT-Modus hält sich auch der Auspuff akustisch stärker zurück. Wer mehr Theater möchte, bekommt es in Sport und Sport+ weiterhin geliefert.
Dezent statt aufdringlich
Optisch geht Aston Martin denselben Weg. Der neue Kühlergrill trägt Doppellamellen, die sich bis in die äußeren Lufteinlässe ziehen. Dazu kommen neue metallische Elemente an den Seiten und vier nebeneinander angeordnete Endrohre.

Der untere Teil der Karosserie ist serienmäßig in Wagenfarbe lackiert. Das nimmt dem DBX GT einen Teil der optischen Aggressivität des DBX S.
Serienmäßig gibt es geschmiedete 22-Zoll-Räder mit Ganzjahresreifen. Wer es größer möchte, kann 23-Zöller bestellen.
Der eigentliche Luxus sitzt im Innenraum
Im Innenraum geht Aston Martin noch einen Schritt weiter. Die Sitze wurden neu geformt und mit einer zusätzlichen zehn Millimeter starken Memory-Schaum-Schicht versehen. Im Fond gibt es zwei individuell ausgeformte Sitzplätze mit größeren Kopfstützen und stärker ausgeprägten Seitenwangen.

Dazu kommen Semi-Anilin-Leder, aufwendige Steppungen, Perforationen und spezielle Stickmuster. Aston Martin nennt dabei sogar den Aufwand für einen einzelnen Vordersitz: 691 Meter Faden, 3.297 Perforationslöcher und mehr als viereinhalb Stunden Handarbeit.

Marktstart und Preise
Die ersten Exemplare sollen bereits Ende 2026 zu den Kunden kommen. Aston Martin nennt das vierte Quartal als Startzeitraum. Einen offiziellen Preis gibt es bislang nicht. Für die USA deutet der Hersteller allerdings einen Einstieg bei rund 262.000 Dollar an.



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