Der Ford Mustang GT3 Evo galoppiert zur Pole Position für das DTM-Sonntagsrennen auf dem Lausitzring! Arjun Maini führte seinen von HRT eingesetzten US-Boliden auf den ersten Startplatz und bestätigte seine starke Form auf dem Eurospeedway: Der Inder hatte bereits das Samstagsrennen aus der ersten Reihe von Platz zwei aufgenommen, im Rennen aber nur P9 erreicht.
Maini sicherte sich seine zweite Pole in der DTM und die erste seit 2024 (Red Bull Ring). "Ich kann meinem Team nicht genug danken, wir haben sehr große Fortschritte mit dem Auto erzielt", bedankte sich der stets freundliche Maini bei der HRT-Truppe aus Drees. Dabei wurde der Mustang über Nacht durch die BoP eingebremst und bekam einen um 1 Millimeter kleineren Restriktor.
DTM-Qualifying: Ford besiegt Ferrari
Das hielt Maini nicht davon ab, entschlossen nach vorne zu stürmen. Der Ford-Werksfahrer benötigte 1:19.750 Minuten für seine beste Runde auf dem 3,478 Kilometer langen Kurs bei Dresden. Maini hielt dem Druck des Qualifyings statt: Erst sechseinhalb Minuten vor dem Ende begaben sich die 21 Fahrer auf die Reise und nahmen nach zwei Warm-up-Runden drei Minuten vor dem Ende die Zeitenjagd auf.
Maini übernahm 'frühzeitig' die Spitze in der Zeitenliste und wurde bis zum Abpfiff nicht mehr verdrängt. Dem HRT-Piloten am nächsten kam Matteo Cairoli im Ferrari 296 GT3 Evo von Emil Frey Racing. Der DTM-Neueinsteiger und Zandvoort-Sieger absolvierte seine beste Runde in 1:19.878 Minuten und reichte bis auf 0,128 Sekunden an Maini heran.
Nicki Thiim trotz Skepsis auf Startplatz drei am Lausitzring
Platz drei ging an den Pole-Setter des Vortages, Nicki Thiim im Aston Martin Vantage GT3 Evo von Comtoyou Racing. Der Däne war kurz vor dem Beginn des Qualifyings noch skeptisch, ärgerte sich über den unglücklich verpassten Sieg am Vortag, BoP-Änderungen (+5 kg und bis zu 0,06 bar weniger Ladedruck) und nicht zuletzt den Fakt, dass er im Samstagsrennen zwei Sätze Slick-Reifen nutzte und dadurch heute einen Nachteil gegenüber einigen Konkurrenten aufweist.
Dennoch belegte Thiim den dritten Startplatz im Rennen (Start um 13:30 Uhr), bei dem zwei Pflicht-Boxenstopps absolviert werden müssen. "Es war so ein Vergnügen, diesen Aston zu fahren", zeigte sich der Däne nach dem Qualifying versöhnlich. "Ich habe alles gegeben mit der Kiste!"
DTM-Rookie Finn Wiebelhaus machte es ähnlich gut wie Teamkollege Maini und stellte den zweiten HRT-Ford als Vierter in die zweite Startreihe. Im Samstagsrennen musste er das Auto von P6 frühzeitig wegen eines technischen Problems abstellen - gelingt Wiebelhaus heute die Revanche? Seine Chancen auf ein gutes Ergebnis könnten einen Dämpfer bekommen, denn nach dem Qualifying stand er wegen möglichen Blockierens unter Beobachtung der Rennleitung.
Kein Mercedes-AMG in den Top-6 der Startaufstellung
Auf den Startplätzen fünf und sechs folgten Luca Engstler im Lamborghini Temerario GT3 von Abt Sportsline und Manthey-Porsche-Pilot Thomas Preining. Engstlers Teamkollege Marco Mapelli, der den Sieg am Samstag nachträglich wegen einer 15-Sekunden-Zeitstrafe verlor (zu schnell unter Full Course Yellow), kam nicht über P18 hinaus.
Maro Engel war auf P7 der bestplatzierte der vier Mercedes-AMG-Fahrer und hofft, die Führung in der Gesamtwertung von Markenkollege Lucas Auer (Startplatz 13) zurückerobern zu können. Die Mercedes-AMG GT3 erhielten am Sonntagmorgen ebenfalls eine BoP-Anpassung mit 10 Kilogramm mehr Gewicht und einem 0,5 Millimeter kleineren Restriktor. "Das hilft natürlich nicht", stellte Winward-Pilot Engel fest.
Samstags-Sieger Ben Dörr und Timo Glock hinten
Marco Wittmann (Schubert-BMW), Mirko Bortolotti (Abt-Lamborghini) und Ricardo Feller im zweiten Manthey-Porsche komplettierten die Top-10 der Startaufstellung.
Ben Dörr (Dörr-McLaren), der am Samstag vier Stunden nach dem Rennende als Sieger gewertet wurde, belegte den 14. Startplatz. Sein häufig von Technik-Problemen geplagter Teamkollege Timo Glock (Ausfall am Samstag von Startplatz 21) kam nicht über P20 hinaus. Pole-Setter Maini und den früheren Formel-1-Fahrer trennten knapp acht Zehntelsekunden. Nicolas Baert im zweiten Comtoyou-Aston-Martin markierte das Schlusslicht im Qualifying.
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