Marc Marquez ist offenbar auch mental wieder voll im Titelkampf der MotoGP angekommen. Zu Beginn der zweiten Saisonhälfte in Silverstone packt der Weltmeister gleich einmal seine bekannten Psychospielchen aus, und zielt damit auf drei seiner vier Titelkonkurrenten.
Marc Marquez: Weiterer MotoGP-Titel wird mein Leben nicht verändern, ihres schon
Beim Blick auf die MotoGP-Fahrerwertung könnten wir sogar von bis zu acht Fahrern mit realistischen Titelchancen sprechen, aber der Ducati-Pilot reduziert die Anzahl: "Fünf Fahrer innerhalb von 25 Punkten, da starten wir von Null. Natürlich sind 25 nicht Nichts. Es wäre besser so einen Vorteil zu haben. Ich habe ihn nicht. Aber wir sind fünf Fahrer, die um die Meisterschaft kämpfen."

Jorge Martin, Ai Ogura, Marco Bezzecchi und Fabio Di Giannantonio heißen demnach seine Konkurrenten. Bis auf einem gibt Marquez den anderen gleich einmal ein bisschen etwas zum Nachdenken mit: "In dieser Gruppe von Fahrern sind drei Piloten dabei, die um ihre erste Weltmeisterschaft in der MotoGP kämpfen. Wenn du Weltmeister wirst, dann wird das dein Leben und deine Zukunft verändern. Mein Leben hingegen wird sich nicht ändern, ob ich jetzt eine weitere Meisterschaft gewinne, oder nicht. Für sie ist das aber so."
Favorit? Marc Marquez kehrt Spieß gegen Nicht-Weltmeister um: Spüre keinen Druck!
Einzig Jorge Martin darf sich ebenfalls als MotoGP-Weltmeister bezeichnen und muss sich daher nicht angesprochen fühlen. Ai Ogura hat zumindest einen Titel in der Moto2 vorzuweisen, während Marco Bezzecchi und Fabio Di Giannantonio gar noch nie Motorrad-Weltmeister waren. Für letztere drei handelt es um die größte Chance der bisherigen Karriere.
Marquez nutzt diesen Umstand, um die Drucksituation umzukehren: "Wenn ihr sie [Ogura, Bezzecchi und Di Giannantonio, Anm. d. Red.] fragt, dann werden sie euch sagen, dass der Favorit derjenige ist, der die meisten Titel gewonnen hat. Aber ehrlicherweise fühle ich keinen Druck. Meine Ambition ist dieselbe: Ich will es versuchen, aber eine Meisterschaft mehr oder nicht wird mein Leben nicht ändern." Für die drei Nicht-Weltmeister aber gelte: "Für sie ist das aber eine Veränderung. Das ändert dein Leben, wenn du MotoGP-Weltmeister bist, oder eben nicht." Ironischerweise zeigt Marquez damit aber wohl auch, dass ihm der Titel sehr wohl wichtig ist. Sonst würde er ja gar nicht erst mit den Psychospielchen gegen seine Konkurrenten beginnen.
Ob die Marquez-Spielchen Wirkung zeigen? In Silverstone gibt es erste Antworten. Wie ihr die Rückkehr der MotoGP aus der Sommerpause verfolgen könnt, erfahrt ihr hier:



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