Wer hätte das gedacht? Zählte Jorge Martin vor exakt sieben Tagen noch zu den großen Verlierern des Großen Preises von San Marino, ist er - im Schatten von Debütsieger Pedro Acosta - nun der große Gewinner. Die Armpump-Zweifel sind ausgeräumt, die WM-Führung zurückerlangt. Damit ist alles angerichtet für seinen Angriff auf die MotoGP-Krone 2026.
"Das war mit Sicherheit eines der besten Wochenenden dieser Saison, sehr ähnlich wie Silverstone", strahlte der 'Martinator' am Sonntag. Die Pole Position und den überraschenden Sprintsieg nach Mega-Aufholjagd hatte er im Österreich-GP soeben mit Platz zwei garniert. Kein Wunder, dass er deshalb festhielt: "Das waren wichtige Punkte. Ich hatte nicht erwartet, Ducati und Marc [Marquez, Anm.] hier auf dieser Strecke schlagen zu können. Aber wir haben es geschafft!"
Jorge Martin hakt Armpump-Probleme ab: Keine Operation nötig!
Zwölf Zähler sammelte der Aprilia-Pilot am Red Bull Ring - der Ducati-Hochburg schlechthin - mehr als Titelrivale Marc Marquez. Die logische Konsequenz ist, dass die Führung in der Weltmeisterschaft schon nach einem Grand Prix zurückgeholt ist. Eine große Erleichterung, wie Martin offen zugab: "Ich bin mit vielen Fragezeichen über meinen körperlichen Zustand in dieses Wochenende gegangen. Letztlich verlief aber alles wunderbar."
Die Armpump-Probleme aus San Marino scheinen der Vergangenheit anzugehören, eine Ausnahme gewesen zu sein. "Vielleicht war ich Misano etwas zu angespannt und habe meine Performance dadurch selbst limitiert. Hier war von Freitag an aber alles besser. Die Therapie hat Wirkung gezeigt", freute sich Martin und kündigte deshalb an: "Ich werde um eine Operation herumkommen. Das wäre jetzt ein zu großes Risiko. Ich denke, dass ich auch so das Maximum aus meinem Körper herausholen kann."
Am Sonntag klappte das bereits wunderbar. Nur der überragende Acosta war für Martin außer Reichweite. "Ich war sehr konkurrenzfähig und habe alles gegeben. Als Pedro mich überholt hat, war der perfekte Zeitpunkt gekommen, um etwas Benzin und Reifen zu sparen. Ich hatte gehofft, am Ende nochmal zurückschlagen zu können, aber er war heute einfach unglaublich", zollte er dem 'Hai von Mazarron' großen Respekt. "Wir haben das Maximum aus diesem Wochenende rausgeholt."

Jorge Martin kündigt Angriff auf MotoGP-Weltmeisterschaft 2026 an
Die anstehende Asientournee beginnt Martin jetzt als WM-Führender und mit breiter Brust. "Hätte mir das jemand vor ein paar Monaten gesagt, hätte ich das für unmöglich gehalten. Aber der Kampf ist eröffnet, wir sind bereit", lautet die Kampfansage Weltmeisters von 2024. Als leichten Favoriten sieht er weiterhin Marc Marquez, aber in den letzten Grands Prix des Jahres sei nun alles möglich: "Ich habe den Speed und werde kämpfen. Ich fühle mich stark und bin für den Rest der Saison auf einem guten Level."
Derart angriffslustig haben wir den 'Martinator' in diesem Jahr noch nicht gehört. Was meint ihr: Kann er sich den WM-Titel holen? Sagt es uns in den Kommentaren! Warum bei Marc Marquez in Spielberg nichts zusammenlief, verrät euch Florian derweil in diesem Artikel:



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