Der Startschuss zum DTM-Saisonfinale 2026 auf dem Hockenheimring (09.-11. Oktober) ist gefallen: Am Freitagmittag nahmen die 21 Autos ihre Arbeit auf und spulten im 1. Freien Training fleißig Runden ab. Mit 12 Grad Außentemperatur präsentierte sich die badische Traditionsstrecke kühl, mit Ausnahme weniger Regentropfen aber trocken. Im weiteren Verlauf des Wochenendes könnte es allerdings nasser werden.
Jules Gounon sorgte im 1. Freien Training zunächst für die vorläufige Bestzeit und wenig später für einen Schreckmoment: Der Winward-Mercedes-Pilot flog zwölf Minuten vor dem Ende der 45-minütigen Session in der Sachskurve ab. Sein Mercedes-AMG GT3 erlitt beim leichten Einschlag in die Streckenbegrenzung einen geringen Schaden an der rechten Hinterseite.
Jules Gounon crasht im 1. Hockenheim-Training
Gounons Mercedes wurde per Traktor aus dem Kiesbett geschleppt und auf dem Rasen wieder abgelassen, während der Rest des Feldes auf der Strecke durch eine Full Course Yellow auf 80 km/h eingebremst wurde. Der Gounon-Vorfall kostete die Konkurrenz rund vier Minuten freier Trainingszeit. Der Franzose bog umgehend in die Boxengasse ab und kehrte nicht mehr ins Geschehen zurück.
Von dort aus musste Gounon kampflos mitansehen, wie ihn Thomas Preining in den Schlussminuten des Trainings von der Spitze der Zeitenliste verdrängte. Der Manthey-Porsche-Pilot benötigte 1:36.947 Minuten für seine beste Runde - etwa eine halbe Sekunde schneller als beim 1. Training an gleicher Stelle im Vorjahr. DTM-Titelfavorit Preining knöpfte Gounon 0,050 Sekunden mit seinem späten Qualifying-Run ab.
Thomas Preining auf bestem Weg zum zweiten DTM-Titel
Der Österreicher gilt als großer Titelfavorit und hat im Training ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Preining kann seine zweite DTM-Meisterschaft nach 2023 vorzeitig am Samstag einsacken - was dafür geschehen muss, lest ihr in diesem Artikel:
Hinter Preining und Gounon belegte mit Marco Wittmann ein weiterer Titelanwärter den dritten Platz. Der Schubert-BMW-Pilot fuhr seine schnellste Runde in 1:37.183 Minuten - 0,209 Sekunden Abstand zu Preining, der die Gesamtwertung mit 23 Punkten Vorsprung auf Maro Engel sowie 24 Zählern vor Wittmann anführt. Winward-Mercedes-Pilot Engel reihte sich im Training an sechster Stelle ein, womit die drei aussichtsreichsten Titelaspiranten allesamt in den Top-6 landeten.
1. Hockenheim-Training: Top-17 innerhalb einer Sekunde
Zwischen Wittmann auf P6 und den Sechstplatzierten Engel drängelten sich Mirko Bortolotti (GRT-Lamborghini) und Finn Wiebelhaus (HRT-Ford). Der junge Ford-Mustang-Pilot wird am morgigen Samstag um fünf Plätze in der Startaufstellung zurückversetzt, weil er zuletzt am Sachsenring seine dritte Verwarnung kassiert hatte.
Auf den Plätzen sieben bis zehn folgten Ben Dörr (Dörr-McLaren), Luca Engstler (Abt-Lamborghini), Kelvin van der Linde (Schubert-BMW) und Arjun Maini im zweiten HRT-Ford-Mustang GT3. Lucas Auer, Matteo Cairoli und Nicki Thiim, die nur noch rechnerische Titelchancen haben, belegten dahinter die Positionen elf, 14 und 20. Die Top-17 des Klassements trennte weniger als eine Sekunde. Das 2. Freie Training beginnt am heutigen Freitag um 15:30 Uhr.
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