Thomas Preining ist DTM-Champion 2026! Beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring eroberte der Porsche-Pilot seinen zweiten Titelgewinn nach 2023. Für sein Manthey-Team war es die dritte Meisterschaft innerhalb von vier Jahren. Preining reichte im Rennen am späten Sonntagnachmittag der dritte Platz für den großen Triumph.
Der Sieg im letzten Rennen des Jahres ging an Maro Engel. Der Winward-Mercedes-Pilot musste ohnehin siegen, um potenziell den Titel gewinnen zu können, dabei hätte Preining allerdings nicht in die Top-10 fahren dürfen.
DTM Punktestand: DTM Gesamtwertung 2026 als Tabelle
Thomas Preining ist DTM-Champion 2026
Die 112.000 Zuschauer (am Wochenende) erlebten jedoch ein Rennen ohne größere Dramen, sodass Preining seinen Punktevorsprung sicher ins Ziel fahren konnte. Der Österreicher hatte ab der Rennmitte mit Teamkollege Ricardo Feller zudem eine Absicherung im Rücken. Kurz vor dem Zieleinlauf ließ Preining den Schweizer vorbei und überließ ihm den zweiten Platz. Doppelpodium für Manthey, das zudem die Team-Meisterschaft verteidigte.
Preining schloss die Saison mit 229 Punkten auf dem Konto ab - 16 mehr als Vizemeister Engel, der seinen dritten Sieg in diesem Jahr feierte und damit sein erfolgreichstes DTM-Jahr beschloss. Der Meisterschafts-Dritte Marco Wittmann (Schubert-BMW, 198 Punkte) kam nach einem schwierigen Qualifying (Startplatz 16) trotz starkem Start nicht über Rang sieben hinaus.
"Wir haben bis zuletzt gekämpft, hatten am Ende aber nicht die Chance, etwas zu bewegen", sagte Wittmann bei ProSieben. "Man muss Thomas Preining und Manthey gratulieren. Die waren extrem stark und haben sich keine Fehler erlaubt. Wir hatten nicht die Möglichkeiten, etwas dagegen auszurichten."
Maro Engel gewinnt Finale nach spannendem Hockenheim-Start
Spannend gestaltete sich das Rennen beim Start, als der von P3 gestartete Engel zunächst Feller kassierte und sich in Runde 10 mit leichtem Kontakt an Pole-Setter Bastian Buus (Platz vier) vorbeiboxte. Der Mercedes-AMG-Star ließ in der Folge nichts anbrennen, diesmal klappten auch die beiden Pflicht-Boxenstopps ohne Schwierigkeiten - anders als am Samstag, wo ein verpatzter Stopp in Folge eines gebrochenen Sicherheitsrings Engel den greifbaren Sieg kostete.
Preining präsentierte sich von Startplatz sieben nicht weniger souverän und profitierte ebenfalls von einem starken Beginn. Seine Manthey-Crew blieb in der Box beide Male fehlerfrei. Der Porsche-Werksfahrer 'schenkte' Feller den zweiten Platz wenige Kurven vor dem Zieleinlauf und lief mit 3,6 Sekunden Rückstand auf Engel als Dritter ein.

DTM verabschiedet sich in Winterpause
Auf den Plätzen vier bis sechs: Pole-Setter Buus, Ben Dörr (Dörr-McLaren), Matteo Cairoli (Emil-Frey-Ferrari), Wittmann und Arjun Maini (HRT-Ford). Die beiden Lamborghini-Fahrer Marco Mapelli (Abt) und Mirko Bortolotti (GRT) komplettierten die Top-10. Jules Gounon sah als einziger Fahrer nicht die Ziellinie, während Luca Engstler den Sonntag wegen seines Unfalls am Vortag auslassen musste.
Die DTM verabschiedet sich nach dem 16. Saisonrennen in die lange Winterpause. Weiter geht es am 23. April 2027 mit dem nächstjährigen Auftakt auf dem Red Bull Ring.
Fast Facts zu DTM-Meister Thomas Preining
- 2. Titelgewinn nach 2023 mit Manthey-Porsche
- Preining setzt sich mit 12 Punkten vor Mario Engel durch
- 8 Podestplätze: Preining in Hälfte aller Rennen auf Treppchen
- Preinings DTM-Bilanz seit 2022: 10 Siege, 28 Podien
- Manthey-Porsche holt 3. Fahrer-Titel in vier Jahren
- Team aus Meuspath auch zum 3. Mal Team-Meister
DTM Hockenheim 2026: So lief das Rennen am Sonntag
Der Start: Bastian Buus verteidigte die Pole Position vor Ricardo Feller durch die ersten Kurven, dahinter konnte Maro Engel nicht an Boden gutmachen. Starker Start von Thomas Preining, der beide Emil-Frey-Ferrari überholte und den fünften Platz übernahm. Engel kassierte Feller eingangs des Motodrom und schnappte sich Platz zwei! Auch Preining kam an Manthey-Teamkollege Feller vorbei - P3 für den Grello-Fahrer. Jules Gounon musste seinen Winward-Mercedes unterdessen in der Boxengasse abstellen. Kontrahent Thierry Vermeulen kassierte für die Kollision eine Penalty-Lap. Marco Wittmann beendete die erste Runde nach Start von P16 auf der zehnten Position.
Die erste Rennhälfte: In Runde 5 setzte sich Wittmann im Vollgas-Duell Richtung Parabolica gegen Cairoli durch, nahm kurz danach auch noch Vermeulens Ferrari mit und verbesserte sich auf P7. In Runde 6 öffnete sich das erste von zwei Boxenstopp-Fenstern. Maini, Glock und van der Linde (langsamer Stopp) bogen umgehend ab. Wiebelhaus und Thiim aus dem hinteren Feld folgten in Runde 7 als Nächste zum Pflicht-Reifenwechsel.
Auer und Baert absolvierten ihre Pflicht-Stopps in Runde 8, Vermeulen und Kalender folgten einen Umlauf danach. In Runde 10 wurde es geschäftig in der Boxengasse: Dörr, Wittmann (von P6), Cairoli, Mapelli und Paul holten sich neue Reifen ab. Parallel dazu machte Engel Attacke auf Spitzenreiter Buus und übernahm mit leichtem Kontakt die Führung. Dabei rutschte auch Preining am Land-Porsche vorbei. Buus bog direkt danach zum Pflicht-Stopp (Runde 11) ab.
Feller stoppte von P3 in der 12. Runde, während Engel und Preining an der Spitze förmlich wegflogen. Preining entschied sich für den Undercut in Runde 13, sein Stopp dauerte 7,9 Sekunden. Der Österreicher kehrte als Dritter vor seinen Markenkollegen Feller und Buus zurück auf die Strecke. Winward reagierte in Runde 14 und beorderte Engel zum Boxenstopp - 6,7 Sekunden, diesmal keine Probleme und damit weiter die Führung.
Der weitere Rennverlauf: Die Top-10 zur Halbzeit nach 30 Minuten: 1. Engel, 2. Preining, 3. Feller, 4. Buus, 5. Dörr, 6. Maini, 7. Wittmann, 8. Cairoli, 9. Mapelli, 10. Vermeulen.
Nach der ersten Boxenstopp-Phase tat sich für eine Weile erstaunlich wenig auf der Strecke, während sich das Feld sortierte. Engel führte 20 Minuten vor Schluss mit mehr als 3 Sekunden vor Preining, dahinter folgten die weiteren Porsche von Feller und Buus im geringen Abstand. Wittmann auf Platz sieben drückte gegen den Ford Mustang von Maini, fand aber keinen Weg vorbei am Inder.
Das zweite Boxenstopp-Fenster öffnete sich in Runde 23, 16 Minuten vor dem Rennende. Baert, Kalender und van der Linde (wieder langsamer Reifenwechsel beim BMW) nutzten die Gelegenheit sofort. Feller von P4 eröffnete den Boxenstopp-Reigen im 24. Umlauf. Vermeulen, Wiebelhaus, Glock und Paul holten sich ebenfalls frische Reifen ab, während leichter Nieselregen einsetzte.
Preining bog von P2 in Runde 25 ab - 6,8 Sekunden - und kehrte vor Feller zurück auf die Strecke. Wittmann und Auer absolvierten ebenfalls ihre Stopps. Spitzenreiter Engel absolvierte seinen Pflicht-Reifenwechsel einen Umlauf später - sauber in 7,2 Sekunden und damit weiter in Führung liegend. Ebenfalls drin: Buus, Dörr, Cairoli, Maini, Mapelli und Bortolotti. Die Abstände im vorderen Feld blieben konstant nach den bereinigten Stopps. Auch danach tat sich nicht mehr allzu viel. Preining 'schenkte' Feller wenige Kurven vor Schluss den zweiten Platz hinter Sieger Engel.



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