Porsche-Doppelpole beim letzten Qualifying der DTM-Saison 2026 auf dem Hockenheimring - aber nicht mit Beteiligung von Titelfavorit Thomas Preining! Stattdessen eroberte Bastian Buus (Land-Porsche) den ersten Startplatz und seine Debüt-Pole, nachdem der Däne am Samstag nachträglich disqualifiziert worden war. Das letzte Rennen des Jahres beginnt heute erst um 16:30 Uhr.

Startplatz zwei ging an Ricardo Feller im Manthey-Porsche, während sein Teamkollege Thomas Preining 'nur' den siebten Platz belegte. "Ein Porsche auf Pole - aber nicht deiner", stellte Preinings Renningenieur Patrick Arkenau nüchtern fest. Buus benötigte auf leicht feuchter Strecke 1:36.923 Minuten für die Pole-Zeit - nur sechs Tausendstelsekunden Vorsprung auf Markenkollege Feller.

"Es wäre auch deutlich schlechter gegangen", gab sich Preining entspannt. "Wir hatten ein kleines Problem beim Warm-up, dennoch ein Resultat, mit dem man arbeiten kann. Wir haben den geringsten Druck, also alles gut."

DTM-Startaufstellung: Zwei Porsche vor zwei Mercedes

Zwei Porsche 911 GT3 R in Startreihe zwei - dahinter zwei Mercedes-AMG GT3! Titelaspirant Maro Engel fuhr auf die dritte Position vor Teamkollege Jules Gounon und sammelte einen Extra-Punkt für die Meisterschaft. Damit verringerte der Winward-Mercedes-Pilot seinen Rückstand zu Preining auf 21 Punkte. "Schade, dass es nicht für ganz vorne oder Platz zwei gereicht hat", haderte Engel, der im Samstagsrennen wegen eines Problems beim Boxenstopp den greifbaren Sieg verpasste. "Wir greifen voll an und versuchen das Rennen zu gewinnen."

Marco Wittmann nach Quali-Pleite: "Wir sind chancenlos"

Der letzte verbliebene Titelanwärter, Marco Wittmann, kam mit seinem Schubert-BMW nicht über Startplatz 16 hinaus. Teamkollege Kelvin van der Linde landete auf P14. Wittmann braucht bei 20 Punkten Rückstand zu Preining nicht nur eine große Aufholjagd zum Sieg bzw. mindestens Platz zwei, sondern auch eine Extra-Portion Glück.

Wittmann bei ProSieben: "Wir waren chancenlos. Es hatte sich schon am Samstag abgezeichnet, dass wir keine Pace haben. Wir sind durch cleveres Fahren und Unfälle der anderen nach vorne gekommen. Schade, dass man zum Finale die BoP scheinbar nicht hinbekommt. Andere haben laut geschrien und stehen von Woche zu Woche ganz vorne. Ich gebe nicht auf, aber mit der Performance wird's schwer."

Timo Glock bei letztem DTM-Qualifying in Top-10

Hinter den beiden Porsche und Mercedes ging es in Startreihe drei munter weiter mit den Hersteller-Duos: Die beiden Emil-Frey-Ferrari-Piloten Matteo Cairoli und Thierry Vermeulen belegten die Plätze fünf und sechs. Preining und Abt-Lamborghini-Pilot Marco Mapelli komplettierten die Top-8 der Startaufstellung. Die beiden McLaren von Timo Glock und Ben Dörr folgten auf P9 und P10. Glock lag im Samstagsrennen auf Top-8-Kurs, bis er unglücklich mit Jules Gounon kollidierte und später vorzeitig ausfiel.

Weil Mapellis Teamkollege, Luca Engstler, nach seinem schweren Unfall am Samstag nicht mehr an den Start gehen konnte, drehten heute nur noch 20 Autos ihre Runden durchs Motodrom. Der Allgäuer hatte am Samstagmorgen seine erste Pole Position in der DTM erzielt.