Nach dem rein sportlich positiven Saisonauftakt für das schweizer Sauber-Team, bedeutete das Shanghai-Qualifying den ersten kleinen Rückschlag für die Truppe von Peter Sauber. Nach Ankünften in den Punkten in beiden bisherigen Rennen - wenngleich man die aus Australien später am grünen Tisch wieder verlor - reichte es in China in der Qualifikation nicht für die Top-10. "Es ist schade, dass wir es zum ersten Mal in diesem Jahr nicht in Q3 geschafft haben", meinte auch ein enttäuschter Kamui Kobayashi.
"In Q1 war es wahnsinnig knapp für mich. Nachdem ich zuvor im Verkehr stecken geblieben war und mich nicht steigern konnte, habe ich es als 17. gerade noch in Q2 geschafft. In Q2 hatte ich dann Schwierigkeiten mit dem ersten Reifensatz, ich hatte einfach nicht genug Haftung", erklärte der Japaner. "Wir müssen schauen, woran das lag. Im zweiten und letzten Anlauf konnte ich nicht das Beste aus den weichen Reifen herausholen, weil die Temperatur beim Warten am Ende der Boxengasse abgefallen war. Auch durch die vielen Autos auf der Strecke waren die Bedingungen nicht ideal für eine schnelle Runde", so Kobayashi.
"Nichtsdestotrotz denke ich, dass wir hier Punkte holen können, denn wir haben ein gutes Auto", war der Japaner zuversichtlich. Die positive Einstellung teilte auch Teamkollege Sergio Perez, der einen Platz vor Kobayashi Zwölfter wurde. "Wir haben generell einige Änderungen am Auto vorgenommen, und ich fühle mich viel wohler, komme deutlich besser zurecht – nicht nur gegenüber den Trainings am Freitag hier in Shanghai, sondern auch im Vergleich mit dem Wochenende in Malaysia", beschrieb der Mexikaner den bisherigen Fortschritt mit dem Auto.
"Q1 war in Ordnung für mich, und in Q2 war es super, dass das Team mich nach der roten Flagge an die Spitze der Schlange in der Boxengasse gebracht hat. Aber wir mussten natürlich etwas warten, und die Reifen sind abgekühlt. Das ist schade, denn ich glaube, die Änderungen, die wir für diese letzte Runde noch gemacht hatten, hätten sich ausgezahlt", meinte Perez. Ebenso sah es Sauber-Technikdirektor James Key. "Das dritte freie Training war noch gut, die Abstimmungsveränderungen, die wir über Nacht vorgenommen hatten, haben die Autos verbessert, beide Fahrer waren deutlich zufriedener. Doch das Qualifying war dann sehr ereignisreich", meinte Key.
"Q1 lief gut, aber es war unheimlich knapp. Der Unterschied zwischen Platz acht und Platz 17 lag etwa bei zwei Zehntelsekunden. Wir waren davon ausgegangen, dass wir das Tempo und das Auto haben, um in Q3 zu kommen, aber Q2 wurde dann ziemlich dramatisch, als Vitaly Petrov stehen blieb", erklärte der Sauber-Technikchef. "Es war sehr eng, weil viele Autos gleichzeitig auf die Strecke gingen und es schwierig war, die Reifen auf der Einführungsrunde aufzuwärmen", sagte Key, der in Bezug auf das Rennen hinzufügte: "Ich denke, wir können von unseren Startplätzen aus Punkte holen. Die Startaufstellung ist recht exotisch und wir können uns auf ein spannendes Rennen freuen."

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