Seit Michael Schumacher seiner Scuderia anno 2000 den ersten WM-Titel seit Jody Scheckter 1979 schenkte, sprachen er und sein Team stets davon eine "Ära Ferrari" zu beginnen. Mit sechs Konstrukteurstiteln und fünf Fahrer-Weltmeisterschaften in Folge schien dies auch geglückt zu sein.
Doch dann kam die Saison 2005 und Ferrari gewann nur einen Grand Prix; noch dazu jenes verfluchte Rennen in Indianapolis. Für Ferrari- und Fiat-Präsident Luca di Montezemolo soll diese enttäuschende Saison aber "nicht wie das Ende der Ära wirken".
"Im letzten Jahr litten wir unter den Regeländerungen. Aber jetzt schauen wir nach vorne und möchten wieder auf die Siegerstraße zurück." Gelingen soll dies mit dem neuen 248 F1 sowie abermals neuen Regeln, die diesmal mit den V8-Triebwerken und der Rückkehr von Reifenwechseln den Italienern entgegenkommen.
Da ist es kein Wunder, dass Ferrari keine Zeit verlieren möchte und statt einer pompösen Präsentation auf eine schlichte Vorstellung im Rahmen der Mugello-Tests setzte.
Besonders viel Lob hatte Montezemolo für den Motorsportweltverband übrig. "Wir werden ein interessanteres Qualifying erleben und die Weltmeisterschaft wird wieder eine WM für Fahrer und Teams; nicht für die Reifen."
Mit den geplanten Regeländerungen für 2008 zeigte sich Montezemolo ebenso einverstanden wie mit den sonstigen Plänen der FIA. "Die FIA ist auf dem richtigen Weg und diese Philosophie stimmt mit unserer Vorstellung der Formel 1 überein."
In diesem Zusammenhang gab Montezemolo auch einen seiner Lieblingssätze zu bedenken: "Die echte Formel 1 Weltmeisterschaft ist dort, wo Ferrari ist", sagte er mit Blick auf die abtrünnigen Hersteller der GPMA.
"Ich möchte auch betonen, dass FIAT keinen einzigen Euro in das Motorsportprogramm von Ferrari steckt." Demnach dürfe man die Scuderia nicht als Herstellerteam ansehen, sondern als "Privatteam". "Wir konkurrieren heute mit Toyota, dem größten Autohersteller der Welt, und gegen Automobilgiganten wie Mercedes, BMW, Honda und Renault. Das sollte man niemals vergessen."



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