Die Bestzeit im 1. und einzigen Training zum Großbritannien GP 2026 der Formel 1 geht an Ferrari-Pilot Lewis Hamilton. Der Lokalmatador und Silverstone-Spezialist benötigte für die 5,891 Kilometer 1:29,260 Minuten und ließ damit WM-Leader Kimi Antonelli überraschend hinter sich.
In den 60 Trainings-Minuten ging es für die Piloten nicht nur darum, das perfekte Setup für das Sprint-Qualifying zu finden, sondern auch das an diesem Wochenende besonders knifflige Energie-Management auszuarbeiten.
Das Ergebnis: Die Top-Zeiten wurden allesamt auf den Soft-Reifen erzielt. Darauf war Lewis Hamilton zwei Zehntelsekunden schneller als Kimi Antonelli im Mercedes. Auf Rang drei reihte sich Hamiltons Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc ein. Beide Ferrari-Piloten waren vor allem im dritten Sektor extrem schnell.
Auf Rang vier landete George Russell im zweiten Mercedes. Ihm fehlten schon fast sieben Zehntelsekunden auf die Bestzeit und knapp eine halbe Sekunde auf Teamkollege Antonelli. Oscar Piastri beendete das Training auf Rang fünf vor Max Verstappen. Auf den harten Reifen zeigte sich Red Bull zu Beginn der Session noch konkurrenzfähig, auf den weichen Reifen zogen Ferrari und Mercedes davon. Weltmeister und Vorjahressieger Lando Norris wurde Siebter, Isack Hadjar Achter.
Dahinter setzten die Piloten auf Medium-Reifen. Die Bestzeit darauf ging an Audi-Pilot Nico Hülkenberg auf Platz neun. Liam Lawson komplettierte die Top-10.
Die Zwischenfälle: Oscar Piastri erlebte kurz nach der Halbzeit einen Schreckmoment. Der McLaren-Pilot verlor in der schnellen Becketts-Kurve das Heck und drehte sich von der Strecke. Glück für Piastri: Er kam in der weitläufig asphaltierten Auslaufzone zu stehen und schlug nicht ein. Abgesehen von einem ruinierten Reifensatz kam der Australier mit dem Schrecken davon.
Liam Lawson war mit dem Verhalten von Nico Hülkenberg nicht ganz zufrieden. Der Racing-Bull-Pilot startete gerade eine schnelle Runde auf frischen Medium-Reifen, als Hülkenberg aus der Box kam und dem Neuseeländer im Weg stand. Die Szene wurde notiert aber nicht weiter untersucht.
Die Technik: Nach den zahlreichen und teilweise auch großen Updates in Österreich, bringen die Teams nur Kleinigkeiten mit nach Silverstone. Cadillac und Haas erhalten das Motoren-Update von Ferrari nun mit einem Rennen Verzögerung, die Mercedes-Kunden erhalten ebenfalls frische Motoren - mit Ausnahme von Alex Albon, der schon drei Motoren im Pool hat und den beiden McLaren-Piloten, deren zwei bisherigen Aggregate noch nicht ausreichend Kilometer gesammelt haben.
Das Wetter: Perfekte Bedingungen für die 22 Fahrer und die zahllosen Fans, die sich schon zum Training auf den Tribünen eingefunden hatten - über das Wochenende hinweg werden fast 600.000 Besucher erwartet. Im Training konnten sie sich unter dem leicht bewölktem Himmel über 23 Grad freuen, auf dem Asphalt wurden 43 Grad gemessen. Für das Sprint-Qualifying heute um 16:30 Uhr (17:30 Uhr MESZ) wird ein moderater Anstieg der Temperaturen erwartet.



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