Ein Jahr nach dem Knall-auf-Fall-Aus bei Red Bull Racing ist Christian Horner wieder im Formel-1-Fahrerlager aufgetaucht. Sein Besuch beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone markiert den ersten offiziellen Auftritt in der Königsklasse, nachdem er seinen Teamchef-Posten im vergangenen Jahr nach zwei Jahrzehnten räumen musste.
"Ich habe meine Auszeit in vollen Zügen genossen. Das erste Mal seit einer Ewigkeit hatte ich Zeit abseits des ewigen Hamsterrads", erklärte der 52-Jährige gut gelaunt bei seinem Paddock-Spaziergang. Zu den anhaltenden Gerüchten um seine Person und ein mögliches Comeback bei Aston Martin hielt er sich jedoch bedeckt. Statt eines klaren Dementis erklärte er den Kollegen von Sky: "Ich werde gefühlt jede Woche mit einem neuen Team in Verbindung gebracht. Aston Martin ist eine tolle, britische Marke und es stimmt mich traurig zu sehen, wie sehr sie sportlich gerade zu kämpfen haben."
Bereits im Februar ließ Horner am Rande der European Motor Show in Dublin wissen, dass er eine Rückkehr in die Königsklasse anstrebe - jedoch keineswegs um jeden Preis. "Ich muss nicht zwingend zurückkehren. Ich könnte meine Karriere auch jetzt einfach beenden. Deshalb würde ich nur für die absolut richtige Gelegenheit zurückkommen – um mit großartigen Menschen in einem Umfeld zu arbeiten, in dem alle bedingungslos gewinnen wollen und diesen unbändigen Ehrgeiz teilen."
Horner-Autobiografie im Herbst: Kompromissloser Einblick in die F1
Statt eines unmittelbaren Comebacks an der Boxenmauer gibt’s vom Briten im Herbst exklusive und ungeschminkte Einblicke hinter die Kulissen der Königsklasse. Am 22. Oktober erscheinen Horners Memoiren unter dem prägnanten Titel "Drive". Das dazugehörige Hörbuch hat der Brite selbst eingesprochen. Ein erster Vorgeschmack auf den Inhalt verspricht bereits jede Menge Zündstoff.
In der offiziellen Buchvorstellung heißt es: "Offen, eindringlich und kompromisslos schildert Horner das Drama und den persönlichen Preis, den es kostet, ein Top-Team an die absoluten Grenzen seiner Leistungsfähigkeit zu führen. Er spricht über unerwartete Rückschläge, giftige Rivalitäten und private Herausforderungen ebenso wie über die Menschen, die seinen Erfolg mitprägten – von Red-Bull-Mitgründer Dietrich Mateschitz und F1-Promoter Bernie Ecclestone bis hin zu seinen Weltmeister-Fahrern wie Max Verstappen und Sebastian Vettel."
Dass Horner politisch keineswegs weg vom Fenster ist, zeigt sein Terminkalender. Auch nach seinem Aus bei Red Bull Racing pflegt der Brite intensive Beziehungen zu den absoluten Spitzen der Formel 1 und des Automobil-Weltverbandes FIA. So traf er sich im April beim MotoGP-Wochenende in Jerez mit Stefano Domenicali und stattete Mohammed Ben Sulayem Anfang des Jahres einen Besuch in Paris ab. Auf ihre Einladung hin kehrte Horner auch an den Ort zurück, an dem er das letzte Mal im Rahmen eines F1-Rennens aktiv tätig war: Silverstone.



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