Der Freitag war für die Formel 1 in Austin eine schwierige Angelegenheit. Auch im 2. Freien Training werden massenhaft Rundenzeiten wegen Track Limits gestrichen. Die schnellste Zeit ist diesmal aber auch eine gültige, und wieder ist es Ferrari, wie schon im 1. Training.

Das Ergebnis: Charles Leclerc sicherte sich mit 1:35,291 letztendlich die Tagesbestzeit im leicht geupdateten Ferrari. Der wieder in der zuletzt angezweifelten neuesten Spezifikation fahrende Mercedes erwies sich als konkurrenzfähig - Kimi Antonelli fehlten nur 42 Tausendstel auf Leclerc. Max Verstappen sorgte mit 0,189 Sekunden Rückstand für drei wettbewerbsfähige Teams in den Top-3.

Die Teamkollegen dieses Trios taten sich schwerer. Lewis Hamilton fehlten bereits sechs Zehntel. George Russell wurde seine einzige wettbewerbsfähige Soft-Runde gestrichen, auf einem zweiten Versuch verhinderte er nur haarscharf einen Highspeed-Dreher in den S-Kurven. Liam Lawson landete mit einer Sekunde Rückstand auf P6 vor beiden McLaren - weil er es schaffte, eine gute Runde innerhalb der weißen Linien zu fahren.

Das war zu viel verlangt von Lando Norris und Oscar Piastri. Zwei Runden musste Norris nach Fehlern abbrechen. Piastri wurde eine Runde auf Hamilton-Niveau gestrichen. Beide landeten sie trotzdem vor Isack Hadjar, dem gleich beide Soft-Versuche wegen Track Limits aberkannt wurden. Oliver Bearman komplettierte die Top-10 vor Gabriel Bortoletos Audi. Nico Hülkenberg verlor eine wettbewerbsfähige Runde wegen Track Limits und wurde nur 18.

George Russell macht sich im 2. Training unbeliebt

Die Zwischenfälle: Das Training begann bei Mercedes mit Problemen. Antonelli musste nach drei Runden wegen eines losen Sitzes für zehn Minuten in die Garage. Russell provozierte draußen die Konkurrenz. Nach 7 Minuten übersah er in langsamer Fahrt in Kurve 13 Arvid Lindblad, schob ihn von der Strecke und wurde von der Rennleitung verwarnt. Nach 12 Minuten lenkte er auf einer Laderunde fast in die Seite von Leclerc, entging aber einer Untersuchung. Und in den Qualifying-Simulationen stand er Fernando Alonso in den letzten Kurven im Weg.

Die Rennleitung meldete bis zum Ende der 60 Trainings-Minuten am Ende unglaubliche 112 Übertretungen der Track Limits. Besonders desolat sah es dabei für Alex Albon aus. Nachdem er in FP1 keine einzige wettbewerbsfähige Runde in die Wertung bekommen hatte, war seine beste legale Runde in FP2 immer noch nur eine 1:43,426 - acht Sekunden langsamer als Leclerc, vier Sekunden langsamer als der vorletzte Sergio Perez.