Der Große Preis von Mexiko-Stadt zählt zu den außergewöhnlichsten Rennen im Formel-1-Kalender. Im Autodromo Hermanos Rodriguez kämpfen die Fahrer auf über 2.200 Metern Höhe um den Rennsieg. Motorleistung, Aerodynamik und Kühlung werden durch die dünne Luft massiv beeinflusst.

Der Kurs wurde 1959 eröffnet und ist bekannt für eine der längsten Start-Ziel-Geraden im gesamten Rennkalender sowie für eine einzigartige Stadionpassage durch das Baseballstadion Estadio GNP Seguros (besser bekannt als Foro Sol). Das und viele weitere spannende Informationen rund um den Mexiko-GP der Formel 1 verrät euch Motorsport-Magazin.com und erklärt, warum die Pole-Position in Mexiko nicht automatisch zum Rennsieg führt.

Die Strecke: Autodromo Hermanos Rodriguez

Im Dezember 1959 wurde die Rennstrecke unter dem Namen "Autodromo Magdalena Mixhuca" eröffnet. Der Bau begann noch im selben Jahr und war in weniger als zwölf Monaten abgeschlossen. Der mexikanische Bauingenieur Oscar Fernandez Gomez Daza hatte die Anlage im Rahmen seiner Abschlussarbeit geplant und entworfen. Seine Entwürfe und Zeichnungen waren so gut, dann man sie schließlich in die Realität umsetzte.

Rund 18 Monate dauerte die Planung bis zur Fertigstellung des Entwurfs im Jahr 1955. 1962 gastierte die Formel 1 erstmals in Mexiko, noch ohne WM-Status. Ein Jahr später folgte der erste WM-Lauf zum Großen Preis von Mexiko, wie er bis zur Umbenennung 2021 in Mexiko-Stadt-GP hieß. Über die Jahre wurde die gesamte Anlage mehrfach umgebaut und modernisiert, sodass der heutige Kurs nur noch 4,304 Kilometer lang ist und die Fahrer 17 Kurven passieren müssen.

Mexiko hat seinen Platz im Rennkalender dank neuem Vertrag weiterhin sicher. Mehr dazu in diesem Artikel:

Die Formel 1 in Mexiko-Stadt 2025.
Die Rennstrecke in Mexiko auf über 2200 Metern ist eine echte Herausforderung, Foto: IMAGO / NurPhoto

Die größte Besonderheit der Strecke kann man allerdings nicht sehen, sondern nur spüren. Das Autodromo liegt auf rund 2.240 Metern und ist damit der mit Abstand höchste Kurs im Formel-1-Kalender. Die Luftdichte ist rund 20 bis 25 Prozent niedriger als auf Meereshöhe. Dadurch erzeugen die Fahrzeuge bei gleicher Geschwindigkeit deutlich weniger aerodynamischen Abtrieb, außerdem wird die Wärmeabfuhr erschwert.

Deshalb benötigen Motor, Batterie, Elektronik und Bremsen besondere Aufmerksamkeit. Teilweise bringen die Teams spezielle Kühlpakete mit. Die Piloten müssen sich auf einen Mix aus Kühlung, wenig Grip, anspruchsvollen Kurvenkombinationen und schwierigem Reifenmanagement vorbereiten. Nur wer diese Faktoren am besten kontrolliert, hat in Mexiko die Chance auf den Sieg. Eine einzige schnelle Runde im Qualifying sagt deshalb wenig über den Rennverlauf aus.

Key Facts zur Strecke

  • Streckenlänge: 4,304 Kilometer
  • Kurvenanzahl: 17
  • Rennrunden: 71
  • Renndistanz: 305,584 Kilometer
  • Entfernung Pole Position zur 1. Kurve: 830 Meter
  • Zeitverlust beim Boxenstopp: rund 22 Sekunden
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Die Statistik: Formel 1 in Mexiko

Max Verstappen hält auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez mit fünf Rennsiegen den Rekord. Dabei zeigt sich, wie wenig die Pole-Position in Mexiko oft wert ist: Von seinen fünf Siegen holte er nur den von 2022 von ganz vorn. Die meisten Pole-Positions sicherte sich der Brite Jim Clark. Gleich vier Mal stand er auf der besten Startposition, dreimal davon sogar direkt hintereinander. Die schnellste je gefahrene Qualifying-Runde geht dagegen wieder auf Verstappens Konto: In 1:14.758 Minuten umrundete er 2019 im dritten Qualifying das Autodromo.

Den offiziellen Rennrundenrekord stellte zwei Jahre später Valtteri Bottas im Mercedes in 1:17.774 Minuten auf, er war damit 3,016 Sekunden langsamer als Verstappen. Der erste Formel-1-Grand-Prix in Mexiko fand 1962 statt, allerdings noch ohne WM-Status. Ricardo Rodríguez verunglückte im Training in der Peraltada-Kurve tödlich. Das Rennen gewann Jim Clark im Lotus-Climax, genauso wie den ersten offiziellen Formel-1-WM-Lauf im Folgejahr 1963.

KategorieFahrer und Rekord
Rekordsieger:Max Verstappen (5)
Rekord-Polesetter:Jim Clark (4)
Schnellste Qualifyingrunde:1:14.758 Minuten (Max Verstappen, Red Bull Racing, 2019), Durchschnittsgeschwindigkeit: 207,260 km/h
Schnellste Rennrunde:1:17.774 Minuten (Valtteri Bottas, Mercedes, 2021); Durchschnittsgeschwindigkeit: 199,223 km/h