Fast alle Experten waren überzeugt davon, dass man die weißen Super Aguri-Honda in der Startaufstellung dort finden würde, wo früher die schwarzen Minardi gestanden haben - in der letzten oder zumindest vorletzten Startreihe. In Sepang jedoch standen gleich vier Autos hinter Takuma Sato und Yuji Ide - sicher: Das lag an den vielen Motorwechsel-Rückversetzungen. Aber die beiden japanischen Piloten mischten sich auch im Rennen munter unters Volk und Sato konnte mit seinem "Gebrauchtwagen" dem ein oder anderen Konkurrenten das Leben schwer machen...

Das elfte Formel 1-Team erlebte also einen ermutigenden Saisonbeginn - in Melbourne wird man mit einem neuen Frontflügel antreten. Takuma Sato ist voller Optimismus: "Unser Auto wird zu dem gewundenen Straßenkurs noch besser passen. Das Team hatte nach dem ersten Doppelpack dieser Saison die Chance, eine kurze Pause einzulegen und unsere bei den Auftaktrennen gelieferte Performance zu evaluieren. Hoffentlich gelingt uns bei den nächsten Grand Prix ein Schritt vorwärts."

Yuji Ide hat weder bei seinem GP-Debüt in Bahrain, noch beim Grand Prix von Malaysia in Sepang eine Zielflagge gesehen - so ist es nachvollziehbar, dass der 31jährige Japaner nur ein Ziel vor Augen hat: "Ich freue mich auf den GP in Melbourne, den ich hoffentlich beenden werde. Ich weiß, dass es ein mechanisches Problem an meinem Wagen gab, aber es war trotzdem frustrierend, dass ich die Rennen nicht beenden konnte."

Teamchef Aguri Suzuki erklärte: "Ich hoffe, dass der neue Frontwing eine Performance-Verbesserung mit sich bringt und dass wir in der Startaufstellung vorwärts rücken und mit beiden Autos das Rennen beenden können."