Egal ob Michael Schumacher, Felipe Massa, Jean Todt oder Ross Brawn: Nach dem zweiten Saisonsieg am Nürburgring schwärmten alle von den starken Bridgestone-Reifen. Im Normalfall ist dies bei den Roten nichts Besonderes. Schließlich gewinnt und verliert man in Maranello als ein Team. Deshalb werden die Partner und Sponsoren in jeder Siegesrede groß hervorgehoben.

Doch diesmal scheint Bridgestone tatsächlich einen großen Einfluss auf den Erfolg gehabt zu haben. Nachdem man in Imola noch mit den Reifen strauchelte und die Temperaturen zu hoch wurden, lief es in der Eifel viel besser. "Bridgestone hat Fortschritte erzielt", lobte Ross Brawn. "Die neuen Konstruktionen führten dazu, dass die Reifen viel kühler waren." Dadurch konnte man viel "weichere" Reifen benutzen, die "weniger stark abbauten".

Für eine schnelle Runde hätte man sich für einen "schnelleren Reifen" entscheiden können. "Aber die Konstanz hat uns das Rennen gewonnen. Wir hätten keinen besseren Bridgestone-Reifen haben können."

Ganz anders die Konkurrenz: Dort gaben McLaren und Renault kleinlaut zu, dass sie einen besseren Reifen hätten wählen können. Damit hätte man laut McLaren-CEO Martin Whitmarsh sogar "Ferrari schlagen" können.

Damit dies nicht gelingt, plant die Scuderia bereits ihre nächsten Entwicklungsschritte. "Wir haben einige kleinere Verbesserungen für Barcelona am Frontflügel." Danach stehen größere Veränderungen an der Aufhängung auf dem Programm. Den ersten Schritt soll eine neue Hinterradaufhängung machen.