FIA-Präsident Max Mosley ist dafür bekannt, dass er gerne einmal große Kontroversen in den Medien auslöst und sich Brief- oder Wortduelle liefert. Im Fall Michael Schumacher hält sich der Präsident jedoch zurück.
"Michael glaubt, dass er einen Fehler gemacht hat - er sah keine Absicht darin. Ich kann jetzt nicht sagen, dass das nicht wahr ist. Ich kann nur sagen, dass die Stewards alle Daten analysiert haben und zu dem Urteil kamen, dass es kein Unfall war." Mosley zog einen Vergleich zum Fußball: "Man weiß nicht ob es absichtlich war oder nicht - aber unsere Leute müssen eben zu einem Urteil kommen."
Schumachers Entschuldigung, er habe einen Fehler gemacht, wollte Mosley nicht weiter kommentieren. "Die Fahrer machen den ganzen Tag lang Fehler. Die Sportkommissare mussten dann entscheiden, ob es tatsächlich ein Fehler oder Absicht war."
Als tragisch beurteilt Mosley die Situation aber nicht. "Solche Dinge passieren - das gehört zum Sport dazu", sagte er. Im Hinblick auf die WM bleibt er ebenfalls noch gelassen. "Es scheint momentan ein großer Nachteil zu sein, aber man muss immer bedenken: Das ist nur ein Rennen und die Meisterschaft ist noch lang. Man kann auch in der ersten Kurve einen Unfall haben und sofort ausscheiden - dann ist man genauso draußen. Derzeit ist es also ein großes Drama, aber niemand weiß, was bis zum Saisonende noch alles passieren wird. Es ist unwahrscheinlich, dass es die WM beeinflussen wird - aber wenn es so sein sollte, dann ist es eben so."



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