Als ob die anderen Piloten nicht schon genügend Verkehr fabrizieren würden: Ausgerechnet Williams-Teamkollege Nico Rosberg war es, der Mark Webber auf seiner letzten schnellen Runde aufhielt und somit verhinderte, dass der Australier den Sprung unter die Top16 schaffte.

"Das Auto war schnell genug, um es in die zweite Session zu schaffen", ist Webber überzeugt. "Aber es ist natürlich besonders frustrierend, wenn man hinter seinem Teamkollegen feststeckt." Dieser entschuldigte sich nach dem Qualifying für seine kleine unabsichtliche Blockade.

"Nico hat offensichtlich nicht in den Spiegel geschaut - so etwas passiert eben manchmal", gab sich Webber philosophisch. "Die Geraden sind allerdings lang genug, um einmal in die Spiegel zu schauen. Er hat sich aber anscheinend auf etwas anderes konzentriert."

Ähnlich muss es mit Rubens Barrichello verlaufen sein, auch der Brasilianer beschwerte sich hinter "Mr Rosberg" aufgehalten worden zu sein. "Er ist noch sehr jung und muss lernen die anderen zu respektieren."

Zumindest beim Webber-Zwischenfall nimmt auch das Team eine Teilschuld auf die mitternachtsblaue Kappe. "Unsere Autos sollten zwei Runs fahren und lagen deshalb nah beieinander", so Technikchef Sam Michael. "Wir konnten den üblichen Abstand von 30 Sekunden nicht aufrechterhalten und so wurde Mark hinter Nico aufgehalten."

Der Deutsche schaffte es seinerseits auf seiner letzten Runde in die nächste Session vorzustoßen - trotz eines Mauerkontakts. "Mein Vater hatte mich ermutigt jeden Millimeter auszunutzen und das habe ich gemacht", scherzte er. "Vielleicht habe ich es dabei etwas übertreiben."