Mit dem neuen SA06 möchte Aguri Suzuki "drei Sekunden" gutmachen und auf einen Schlag in die Regionen von MF1 Racing vorstoßen. Damit dies nicht gelingt, setzte die Midland-Truppe ihren gewohnten Aufwärtstrend fort. "Wir sind hier im zweiten Sektor sehr konkurrenzfähig", betonte Teamboss Colin Kolles. "Aber im dritten Sektor verlieren wir sehr viel Zeit. Das ist frustrierend, aber nicht ganz unerwartet." Schließlich ist Aerodynamik auf dem Circuit Gilles Villeneuve alles entscheidend.

Technikchef James Key hatte seine Truppe aber ohnehin nicht "so konkurrenzfähig" wie beim Heimrennen in Silverstone erwartet - obwohl natürlich auch der Kanada GP eine Art Heim-GP ist; zumindest für Teambesitzer Alex Shnaider. "Wir sind auf der Geraden einfach nicht schnell genug", so Key. "Daran müssen wir arbeiten."

Der wichtigste Faktor für Super Aguri und Midland ist jedoch ein anderer: "In diesem Rennen ist die Ausfallquote sehr hoch", betonte Johnny Herbert. "Aber die Zuverlässigkeit war zuletzt eine unserer Stärken."

Trotz der Schwierigkeiten bei Midland kam Super Aguri nicht so nah wie erhofft an die Rivalen heran. "Ich bin etwas enttäuscht", sagte Takuma Sato. "Ich habe uns näher dran erwartet."

"Die Performance unseres Autos ist gering und wir sind nicht zufrieden zwei Sekunden hinter unserer Konkurrenz zu liegen", stimmte Teamboss Aguri Suzuki zu. "Auf der positiven Seite hatten wir keine Probleme. Hoffentlich können wir morgen beide Autos ins Ziel bringen."