Aus dem Nichts tauchte BMW Sauber in Silverstone unter den Top4-Teams auf. In Montreal setzten die Weiß-Blauen diese Leistungssteigerung fort - zumindest in den Freien Trainings. Für einige Konkurrenten, allen voran Honda, war der Leistungssprung jedoch zu groß: Angeblich planen die Japaner am Sonntag nach dem Rennen Protest gegen den Heckflügel der Hinwiler einzulegen.
BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen wollte davon am Samstag noch nichts wissen: "Mit uns hat niemand von der FIA gesprochen", dementierte er und wiederholte noch einmal die Worte der Vorwoche: "Wir haben nur diesen einen Frontflügel und diesen haben wir auch nach der Klarstellung der FIA nicht ändern müssen. Die FIA hat unseren Heckflügel in diesem Jahr schon mehrmals geprüft und wir mussten nie etwas ändern."
Die BMW-Rivalen hatten während des Freien Trainings fotographische Beweise für ihre Theorie gesammelt und diese nun vorgelegt - darauf erkennt man, dass die beiden Heckflügelelemente bei Höchstgeschwindigkeit trotz der Abstandhalter geschossen sind.
"Wenn sie gegen die Regeln verstoßen, erwarten wir, dass die FIA etwas dagegen unternimmt", verriet Nick Fry gegenüber Autosport. "Dann werden wir ernsthaft über einen Protest nachdenken." BMW soll angeblich eine Änderung bis zum Frankreich GP angeboten haben, dies kommt den Konkurrenten aber zu spät. Die Münchner sehen sich jedoch aus Sicherheitsgründen nicht dazu imstande noch vor dem Rennen in Kanada oder Indianapolis eine Änderung vorzunehmen.



diese Formel 1 Nachricht