Ralf Schumachers Dienstwagen hatte auch am Samstag noch mit Vibrationen zu kämpfen. Und auch wenn sie nicht so schwer waren, wie am Tag zuvor, so störten sie. Das Problem daran, sie lassen sich nur schwer aufspüren. "So eine Vibration ist immer sehr schwer zu lokalisieren, weil sie sich zum steiferen Punkt des Autos überträgt. Aber ich denke sie ist hinten. Wir arbeiten dran", sagte Schumacher.

Doch trotz dieser kleinen Widrigkeit hatte der Deutsche sicher einen angenehmeren Tag als sein Teamkollege Jarno Trulli, dessen Aufhängung sich gleich in der ersten schnellen Qualifyingrunde verabschiedete und ihn damit auf dem 20. Rang zurückließ. Wohin es für Trulli ohne Defekt hätte gehen können sagte Schumacher, der seinerseits auf den achten Startplatz gefahren war: "Ich denke, dass wir beide ungefähr gleich gewesen wären, weil wir das ganze Wochenende relativ gleich waren. Für das Qualifying hatte ich mir etwas mehr versprochen, allerdings hatte ich im letzten Run entweder einen etwas schlechten Reifensatz oder ich hatte einfach weniger Grip und ich konnte nicht die Rundenzeit erzielen, die man hätte erzielen können.

Trotz oder gerade wegen der nicht perfekten Runde glaubt Ralf Schumacher an eine Steigerung im Rennen: "Ich denke schon, dass wir morgen um den fünften oder sechsten Platz mitfahren können." Seiner Meinung nach sprechen vor allem die gut funktionierenden Bridgestone-Reifen für diese Prognose. "In Montreal war es anders herum, aber hier haben wir definitiv den besseren Reifen, auch auf den Long-Run hin."

Nach dem Rennen geht es für Schumacher dann direkt nach Hause. Ob er dort Entspannung findet, ist ob der Fußballbegeisterung seiner Frau allerdings fraglich. Er sagte: "Meine Frau will unbedingt hin, aber ich will mir den Stress nicht antun. Ich hab so einen schönen großen Fernseher daheim, das ist so toll, so angenehm."