Giancarlo Fisichella hatte sich vor dem Rennen wieder einmal viel vorgenommen. Trotz seines 7. Startplatzes wollte er heute zumindest auf das Podest fahren. Am Ende musste er allerdings erneut über einen "harten" Nachmittag sprechen.

"Nasse Bedingungen sind normalerweise meine Welt", sagte er. "Aber das Auto war sehr schwierig zu fahren und hatte viel Untersteuern sowie schnelles Übersteuern sobald ich Gas gegeben habe." Im Gegensatz zu seinem Teamkollege Fernando Alonso konnte er deshalb nicht auf Anhieb an Michael Schumacher vorbeigehen. Stattdessen lieferte er sich ein langes Duell mit dem Deutschen, in dessen Verlauf sich die Autos mehrmals berührten.

"Ich fuhr lange hinter Michael und kam dann an ihm vorbei, aber danach flog ich in Kurve 8 ab", schilderte er sein Rennende mit wenigen Worten. "Ich pushte hart, um einen Vorsprung herauszufahren, verlor dabei das Heck und beschädigte den Heckflügel." Fisichella nahm das Rennen zwar noch einmal auf, verlor dann aber in Kurve 3 den Heckflügel und drehte sich zum zweiten und letzten Mal ins Kiesbett. "Das war kein gutes Rennen", lautete seine Schlussfolgerung. "Aber ich kämpfe noch um Rang 3 der Fahrer-WM und bin zuversichtlich, dass ich in der Türkei schnell sein werde."