Auch hässliche Tage können eine unglaubliche Schönheit in sich tragen. Das dürfte auch das BMW Sauber Team am Sonntag in Ungarn festgestellt haben. Mit der Premiere auf dem Podium durch Nick Heidfelds dritten Platz und der Punktepremiere von Robert Kubica mit Platz sieben in dessen Premierenrennen lief alles nach Wunsch.
"Das ist ein phantastischer Tag! Nicht nur für mich, sondern auch für das gesamte Team. Speziell, weil wir bei den letzten beiden Rennen etwas im Tief waren. Es ist auch toll, dass wir mit dem zweiten Auto ebenfalls in den Punkten gelandet sind", freute sich etwa Nick Heideld über das Ergebnis. Zwei Mal musste der Mönchengladbacher allerdings um den Freudentag zittern. "Ich hatte zwei Schrecksekunden: Eine früh im Rennen, als ich über Kies fuhr, der auf der Strecke lag und dann noch eine später, als ich Michael Schumacher überholt habe. Er hat mein Heck getroffen und dabei seine Aufhängung kaputt gemacht. Danach war bei mir die Lenkung beschädigt, aber ich wusste, dass ich es schaffen kann", sagte Heidfeld, der es dann auch wirklich schaffte.
Robert Kubica wirkte trotz des guten Resultats der Mannschaft und auch von sich selbst nicht ganz zufrieden. "Das Ergebnis ist gut, aber meine fahrerische Leistung heute war es nicht. Ich habe zu viele Fehler gemacht", sagte der Pole nach einem Rennen, in dem sich einige viel routiniertere Piloten selbst ins Aus gekickt hatten. Mario Theissen nahm seine Nachwuchshoffnung auch etwas in Schutz: "Anfangs war das Parkett für ihn noch etwas zu glatt." Und der Technische Direktor des Teams, Willy Rampf, lobte die Leistung des Polen: "Pace und Performance von Robert waren unter diesen schwierigen Bedingungen für sein erstes F1-Rennen sehr gut." Es war halt vieles schön für BMW Sauber an diesem verregneten Sonntag in Ungarn.

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