Ich hatte mir heute ganz klar mehr erwartet und bin enttäuscht von Startplatz acht. Im freien Training am Vormittag war ich Schnellster, Jacques war Zweiter. Auch wenn das vielleicht ein bisschen schmeichelhaft aussah, weil es ja nur Training war: Auch das muss man erst einmal schaffen.
Unser Auto lag hier von Anfang an gut. Wir haben aerodynamische Verbesserungen mitgebracht und die Abstimmung gut hinbekommen. Ich bin bis zum Qualifying nur drei Runden im Trockenen gefahren. Aber die Longruns von Robert und Jacques waren viel versprechend.
Dann lief es heute auch im ersten und zweiten Qualifyingteil sehr gut. Ich war Sechster und Dritter, wir sind beide in die Top Ten gekommen. Und da wollte ich mich natürlich möglichst weit vorn platzieren. Aber wir haben die Strategie mit den Reifen nicht richtig hinbekommen. Ich war viel zu früh mit einem frischen Satz unterwegs und konnte dann zum Schluss, als alle anderen ihre schnellen Runden gefahren sind, nicht mehr angreifen. Stattdessen bin ich mit gebrauchten Reifen meinen Tank leer gefahren.
Ich habe am Ende zwar noch einmal richtig Vollgas gegeben, aber mit dem alten Reifensatz war eine wirklich schnelle Runde nicht mehr drin. Kurzum: Wir haben heute nicht das Maximale aus unseren Möglichkeiten gemacht, und das ist immer ärgerlich. Jetzt will ich mich aber auf das Rennen konzentrieren. Die Performance des Autos ist gut, und ich will das Beste aus meiner Ausgangsposition machen.

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