Strafen, Kollisionen und Funk-Probleme: Mick Schumacher hat das actionreiche IndyCar-Rennen in Detroit auf dem 21. Platz beendet. Sein Rückstand zu Sieger Alex Palou (Chip Ganassi Racing) betrug neun Runden auf dem Stadtkurs, der den Austragungsort zum achten Rennen der Saison 2026 bildete.
Schumacher hatte das Rennen nach einem Unfall im Qualifying von P23 aufgenommen und sich trotz zahlreicher Safety-Car-Phasen - insgesamt sechs Cautions im Verlauf der 100 Runden - schadlos gehalten. Im letzten Renndrittel fuhr der RLL-Pilot dann plötzlich sogar an dritter Stelle und kämpfte mit Penske-Ass David Malukas um einen Podestplatz.
Mick Schumachers Podest-Hoffnung zerschmettert
Die kurzzeitigen Hoffnungen auf Schumachers erstes IndyCar-Podium sollten allerdings nicht lange währen: Nach dem Re-Start in Runde 73 verpasste er die Kurve und schlug in Turn 5 mit seiner Frontpartie in die Streckenbegrenzung ein. Rivale Malukas musste rechts in die Auslaufzone ausweichen und büßte dadurch ebenfalls mehrere Positionen ein.
Zuvor hatte sich Schumachers RLL-Team beim letzten Pitstop für einen sehr frühen Service (Runde 64) entschieden, wohl auch in der Hoffnung, von einem Safety Car profitieren zu können. Das Risiko sollte belohnt werden, als wenig später Santino Ferrucci und Rinus VeeKay kollidierten und eine Caution-Phase (Runde 66) auslösten. Schumacher sparte sich durch seinen "kostenlosen" Stopp viel Zeit unter dem Safety Car und übernahm dadurch die dritte Position hinter dem späteren Sieger Palou und Alexander Rossi (der noch eine Strafe absitzen musste).
Mick Schumacher: "Das tut wirklich weh"
Für Schumacher, der vor einer Woche zum besten Rookie beim Indy 500 gewählt wurde, ging es anschließend immer weiter bergab: In Runde 87 musste er ein weiteres Mal auf Geheiß der Rennleitung die Box ansteuern, weil sein Funksystem im Auto nicht funktionierte. Das warf den 27-Jährigen um weitere Runden zurück. Obendrein setzte es eine Durchfahrtstrafe wegen eines Gelb-Vergehens.
"Ein sehr enttäuschendes Ende unseres Wochenendes", teilte Schumacher auf seiner Instagram-Seite mit. "Wir haben alles richtig gemacht bis zur letzten Full Course Yellow, die uns bis auf P3 brachte. Leider verloren wir den Funk während der Gelbphase. Deshalb war ich im Dunkeln, als die Ampeln wieder grün schalteten. Das führte zum falschen Motor-Modus und einer sehr schwierigen Runde, die damit endete, in Turn 5 geradeaus zu fahren. Das tut wirklich weh..."
Schumacher war allerdings nicht der einzige Pechvogel in Detroit: Nur 17 der 25 Fahrer beendeten das Rennen in der Führungsrunde. Zu den prominenten Ausfällen zählten unter anderem die früheren Champions Scott Dixon, Will Power sowie der frühere Formel-1-Pilot Romain Grosjean.
IndyCar Tabelle: IndyCar Punktestand 2026Detroit-Sieger Palou auf Weg zum fünften IndyCar-Titel
Rennsieger Palou zeigte sich davon unbeeindruckt und landete seinen vierten Saisonsieg. Es war sein 23. IndyCar-Sieg im 106. Rennen, was zu einer irren Siegquote von 21,7 Prozent führt. Palou befindet sich auf dem besten Wege, seinen fünften Titelgewinn in der US-Formelserie einzufahren.
Kyle Kirkwood und Schumachers RLL-Teamkollege Graham Rahal komplettierten das Podest - damit landeten drei Fahrer mit Honda-Power beim "Heimrennen" von Chevrolet auf den vordersten Plätzen. Für IndyCar-Veteran Rahal war es bereits der dritte Podiumserfolg in der laufenden Saison - trotz eines frühen Drehers. Louis Foster, der dritte RLL-Pilot im Bunde, fuhr auf P7 hinter dem frischgebackenen Indy-500-Sieger Felix Rosenqvist. Die McLaren-Piloten Pato O'Ward und Christian Luundgard verpassten das Podest knapp auf den Plätzen vier und fünf.
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