Mick Schumacher hat bei der spektakulären IndyCar-Premiere in Washington das zweitbeste Resultat in seiner Debütsaison erzielt. Der RLL-Pilot überquerte die Ziellinie auf dem temporären Stadtkurs inmitten der US-amerikanischen Hauptstadt auf dem elften Platz. Damit verpasste Schumacher sein zweites Top-10-Ergebnis nach P8 in Nashville nur um Haaresbreite.

Schumachers bestes Stadtkurs-Ergebnis: Rennhighlights zum IndyCar-Rennen in Washington (10:22 Min.)

Der IndyCar-Debütant hatte das Rennen, in dem US-Präsident Donald Trump höchstpersönlich die Startflagge schwenkte, infolge einer Motorwechsel-Strafe vom 24. Platz aufgenommen. Schumacher hielt sich in der Folge während der 147 Runden bzw. 250 Meilen beim 'Freedom 250' zum Geburtstag der Vereinigten Staaten schadlos und beendete das Rennen innerhalb der Führungsrunde. 140.000 Zuschauer sollen das Event im Herzen der Hauptstadt täglich besucht haben, wobei ein Großteil der Tickets kostenlos verlost wurde.

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Mick Schumacher bestplatzierter RLL-Pilot in Washington

Schumachers Rückstand auf Sieger und Stadtkurs-Spezialist Kyle Kirkwood - sechs seiner sieben Siege errang der Andretti-Pilot auf temporären Kursen - betrug 26,6 Sekunden. Nur 13 der 25 gestarteten Fahrzeuge landeten in der Führungsrunde. Schumachers RLL-Teamkollegen Graham Rahal und Louis Foster belegten die Plätze 13 und 18. Schumacher war hinter Caio Collet (P9, von P25 gestartet) der zweitbeste Rookie-Fahrer im Starterfeld.

Start zum IndyCar-Rennen in Washington
Der Start zum ersten IndyCar-Rennen in Washington, Foto: INDYCAR/Chris Owens

Bei den insgesamt sechs Caution-Phasen - vier davon innerhalb des ersten Renndrittels bis zur 49. Runde - machte Schumacher seine Sache solide und ließ sich nichts zu Schulden kommen. Damit sammelte der 27-Jährige reichlich Erfahrung, nachdem er eine Woche zuvor auf dem Stadtkurs in Markham, Kanada wegen eines Fahrfehlers frühzeitig ausgefallen war.

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Platz elf war gleichzeitig das beste Resultat auf einer IndyCar-Stadtstrecke für den ehemaligen Formel-1- und WEC-Piloten. Washington markierte nach St. Petersburg (Ausfall), Arlington (P22), Long Beach (P17), Detroit (P21) und Markham (Ausfall) das sechste und letzte Straßenrennen für Schumacher und Co. in der Saison mit noch drei ausstehenden Läufen innerhalb der nächsten zwei Wochen.

Der Sieg in Washington ging standesgemäß an den US-Amerikaner Kyle Kirkwood, der damit seine Chancen auf den Titelgewinn aufrechterhält. Der Andretti-Fahrer hatte die Führung in der ersten Runde von Pole-Setter Alex Palou übernommen und das Rennen bei 128 der 147 Runden angeführt. Kirkwoods 3-Stopp-Strategie erwies sich als siegbringend, während Christian Lundgaard (Arrow McLaren) und Will Power (Andretti, drittes Podium in Folge) das Podest komplettierten.

Donald Trump beim IndyCar-Rennen in Washington
US-Präsident Donald Trump mit IndyCar-Chef und Unternehmer Roger Penske in Washington, Foto: INDYCAR/Joe Skibinski

Kirkwood hält Titelkampf spannend - Debakel für Palou

Kirkwood (462 Punkte) konnte seinen Rückstand in der Meisterschaft zu Spitzenreiter Palou (553 Punkte) auf 91 Punkte verringern. Der ansonsten dominante Spanier erlebte auf seinem angepeilten Weg zum fünften Titelgewinn ein Horror-Rennen, in dem so ziemlich alles schieflief.

Zunächst fuhr er beim Boxenstopp über einen herumliegenden Reifen von Mick Schumacher und handelte sich dafür eine Durchfahrtstrafe ein. Später patzte seine Chip-Ganassi-Crew beim Radwechsel, wodurch Palou bis auf Platz 21 zurückfiel. Gegen Rennende (Runde 123) drehte sich Palou dann auch noch auf der Strecke und beschädigte seinen Frontflügel. Nur Platz 20 für den Superstar im 2:40 Stunden andauernden Rennen, das fünf vorzeitige Ausfälle erlebte.

Mick Schumacher beim IndyCar-Rennen in Washington
Mick Schumacher mit dem Kapitol im Hintergrund, Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Für die IndyCars geht es im Akkord weiter mit dem Saison-Schlusssport: Am kommenden Wochenende wartet ein Oval-Doubleheader in Milwaukee (28.-30. August), bevor eine Woche später das Finale in Laguna Seca (04.-06. September) auf dem Plan steht. Schumacher belegt aktuell Rang 24 in der Meisterschaft. Zehn Punkte fehlen ihm zum 22. Platz, dem letzten im sogenannten 'Leaders Circle', der mit 1,7 Millionen US-Dollar dotiert ist.

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