Am Nürburgring nichts Neues - zumindest nicht im Jahr 2027: Die angekündigte '24h Nürburgring Serie' unter der Führung des ADAC Nordrhein wird verschoben. Ein neuer Anlauf ist bereits für 2028 angekündigt worden. Damit herrscht zumindest vor den Kulissen für ein Jahr Ruhe auf der Nürburgring-Nordschleife, nachdem die Bekanntgabe der neuen Nordrhein-Serie für großen Wirbel in der beschaulichen Eifel gesorgt hatte.

Die Breitensportserie NLS unter der Leitung der VLN soll die Entscheidung begrüßen - und bleibt vorerst der 'Platzhirsch' am Nürburgring. Auch am wichtigsten Event auf der Nordschleife, dem 24h-Rennen Nürburgring (27.-30 Mai 2027) inklusive der 24h-Qualifiers wird sich erst einmal nichts ändern. Der ADAC Nordrhein gab die Entscheidung, die neue Rennserie zu verschieben, an diesem Freitag bekannt. Vorausgegangen waren zahlreiche Meetings der Verantwortlichen auf Initiative des DMSB sowie des ADAC.

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ADAC Nordrhein: "Vorbereitungszeit für Teilnehmer zu kurzfristig"

Walter Hornung, Sportleiter des ADAC Nordrhein und 24h-Rennleiter, über die Gründe der Verschiebung: "Leider war die Vorbereitungszeit zur Einführung eines neuen Serienformats für viele Rennteams, Partner und Sponsoren zu kurzfristig. Wir halten aber unser zukunftsorientiertes Konzept für den Motorsport auf der Nordschleife nach wie vor für sinnvoll und haben auch viel positives Feedback dazu bekommen."

Wie es 2028 am Nürburgring inklusive laufender Gerichtsverfahren rund um die Vergabe von Terminen an unterschiedliche Bewerber weitergeht, bleibt offen. Zuletzt habe es Gespräche der Beteiligten über eine gemeinsame Plattform gegeben. Hornung: "Auch wenn eine gemeinsame Serie bei diesen Meetings vorerst nicht zustande gekommen ist, wollen wir die Gespräche für 2028 fortsetzen, um künftig die bestmögliche Plattform für Teams, Fahrer und nicht zuletzt die Nordschleifen-Fans zu schaffen."

NLS 2027 mit acht Rennen auf Nürburgring-Nordschleife

Unterdessen hat die NLS an diesem Freitag ihren Rennkalender für die Saison 2027 präsentiert. Insgesamt stehen acht Rennen an sieben Wochenenden auf dem Plan. Die früher als VLN bekannte Serie feiert 2027 ihr 50-jähriges Jubiläum, während der Nürburgring selbst sein 100-jähriges Bestehen begeht.

Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) begrüßte die Entscheidung des ADAC Nordrhein, die für 2027 geplante Serie zu verschieben. "Wir haben immer deutlich gemacht, dass eine zusätzliche Konkurrenzserie dem Langstreckensport auf der Nordschleife mehr schaden als nutzen würde", sagte der ILN-Vorsitzende Martin Rosorius. "Deshalb haben wir als ILN den klaren Standpunkt vertreten, dass der ADAC Nordrhein für 2027 von seinen Plänen Abstand nehmen muss. Dass diese Forderung nun erfüllt wird, ist eine wichtige und richtige Entscheidung.

Rosorius weiter: "Die Einsicht des ADAC Nordrhein, dass sich mit 30 Rennwagen keine erfolgreiche Langstreckenserie auf der Nordschleife veranstalten lässt, kommt spät, aber gerade noch rechtzeitig, um größeren Schaden von den Teams, Fahrern, Sponsoren und dem gesamten Langstreckensport abzuwenden."

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