Das ist ein überraschendes Comeback in der WEC: Alex Lynn wird in der Saison 2026 doch noch ans Steuer des Cadillac V-Series.R von Jota zurückkehren. Der Brite bestreitet die letzten Rennen des Jahres in Barcelona (16.-18. Oktober) und Monza (06.-08. November), die die geplanten Läufe in Katar und Bahrain ersetzen werden.
Lynn, 2025 Pole-Setter bei den 24 Stunden von Le Mans mit Cadillac, bestritt dieses Jahr noch kein einziges Rennen für das britische Werksteam um Teamchef Dieter Gass. Der 32-Jährige unterzog sich stattdessen im Juni einer Operation an Nacken und Schulter zurückführend auf Verletzungen, die er bereits 2024 erlitten hatte. Zeitweise wurde Lynn im Jota-Caddy durch den Schweizer Louis Deletraz ersetzt.
WEC in Austin: US-Lokalmatador im Jota-Cadillac
Während Lynn sich in der Reha auf seine Rückkehr vorbereitet, springt beim nächsten WEC-Rennen in Austin, Texas (06. September) der US-Amerikaner Ricky Taylor ein. Der 37-Jährige, der laut Gerüchten 2027 als Stammfahrer zu Jota-Cadillac wechseln könnte, spannt bei seinem Heimspiel mit Will Stevens und Norman Nato zusammen. Das Fahreraufgebot für den darauffolgenden, drittletzten Saisonlauf in Fuji (27. September) ist noch nicht bekannt.
Taylor, der aktuell für das Team seines Vaters Wayne Taylor in der IMSA-Meisterschaft antritt, kennt die Jota-Mannschaft bereits vom letztjährigen Rookie-Test in Bahrain. Der US-Boy blickt auf neun Starts bei den 24 Stunden von Le Mans in unterschiedlichen Klassen zurück; erstmals fuhr er 2013 auf einer LMGTE-Corvette und in den vergangenen Jahren für das IMSA-Gaststarter-Team Wayne Taylor Racing.

Gerüchte um Lynns Zukunft in der Langstrecken-WM
"Ich freue mich darauf, mit Jota-Cadillac wieder Rennen zu fahren", sagt Lynn. "Ich hatte eine lange und intensive Reha-Phase, und alles entwickelt sich gut. In den kommenden Wochen und Monaten werde ich durch eine Kombination aus Physiotherapie, Training, Testfahrten und Simulatorarbeit daran arbeiten, wieder vollständig 'rennfit' zu werden, damit ich in Barcelona in Bestform bin."
Um Lynns Zukunft rankten sich in den vergangenen Monaten zahlreiche Gerüchte, angeblich soll er vor einem Wechsel zum WEC-Neueinsteiger McLaren stehen. Viele Experten hatten erwartet, dass er dieses Jahr gar nicht mehr für Jota-Cadillac ins Cockpit klettern würde. McLaren hat sein vollständiges Fahrer-Lineup für das Debüt in der Langstrecken-WM noch nicht bekanntgegeben.
"Es ist großartig, dass sich Alex gut erholt und bald wieder mit dem Team Rennen fahren wird", sagt Jota-Sportdirektor Leon Price. "Es gibt einen klaren Plan, ihn Schritt für Schritt und kontrolliert wieder an den Rennbetrieb heranzuführen, sodass er bei den letzten beiden Läufen der Meisterschaft wieder zu uns stoßen kann. Alex ist seit Jahren ein wichtiger Teil des Teams, und wir freuen uns alle darauf, ihn wieder mit uns Rennen fahren zu sehen." Lynn fährt seit 2023 für Cadillac in der WEC und errang vergangenes Jahr in Sao Paulo den ersten Sieg des US-Autobauers.
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