Auch wenn dieses Wochenende der Barcelona-Catalunya GP ansteht, blickt Pirelli schon auf die Formel 1-Rennen in Spielberg und Silverstone. Beim achten und neunten Saisonlauf kommt die gesamte Bandbreite der Reifenmischungen zum Einsatz.

Beim Österreich GP setzt Pirelli auf die weichste Mischung - sprich C3 als Hard, C4 als Medium und C5 als Soft. Der Red Bull Ring belastet die Reifen aufgrund der vielen harten Brems- und Beschleunigungszonen vor allem thermisch. Die Achsen sind vergleichsweise geringen Querkräften ausgesetzt. Entsprechend spielt der Reifenverschleiß keine entscheidende Rolle, obwohl der Asphalt eine hohe Abrasivität aufweist.

Für das Sprintwochenende in Silverstone greift Pirelli mit C1 (Hard), C2 (Medium) und C3 (Soft) auf die härteste Auswahl zurück. Die Strecke ist geprägt von schnellen Kurven, die sehr hohe Querkräfte erzeugen - vergleichbar mit Suzuka und Spa-Francorchamps. Dadurch wird vor allem die Vorderachse stark beansprucht. Zusätzlich ist aufgrund der Vielzahl an Rechtskurven der linke Vorderreifen stärker vom Verschleiß betroffen.

Welche Reifen wo zum Einsatz kommen, muss Pirelli laut Reglement frühestens zwei Wochen vor dem jeweiligen Rennwochenende bekanntgeben. Ein Limit, das die Italiener nur sehr selten ausreizen, meist erfolgt die Bekanntgabe bereits deutlich früher.

In unserer Übersicht findet ihr alle bisher bekanntgegebenen Reifensätze für die Formel-1-Saison 2026.

Formel 1 2026: Die Reifen-Auswahl

RennenC1C2C3C4C5
AustralienHardMediumSoft
ChinaHardMediumSoft
JapanHardMediumSoft
Miami Hard MediumSoft
Kanada Hard MediumSoft
Monaco Hard MediumSoft
Barcelona HardMedium Soft
Österreich Hard MediumSoft
GroßbritannienHardMediumSoft

Neue Reifenmischungen für F1-Saison 2026

Aufgrund der neuen Fahrzeuggeneration wurden 2026 auch neu konstruierte Pneus eingeführt. Zusätzlich verringerte sich das Angebot von sechs auf fünf verschiedene Mischungen, da die C6-Pneus aus dem Sortiment entfernt wurden.

Im Grundschema bleiben die Reifenregeln 2026 aber unverändert. Pro Wochenende liefert Pirelli jeweils drei der fünf Mischungen von Trockenreifen an die Strecke, wobei C1 die härteste Mischung ist und C5 die weichste. Je nach Streckencharakteristik bleibt damit also Spielraum für weichere und härtere Varianten.

Verpasse keine Breaking News, packende Analysen, spannende Videos und exklusive Einblicke aus der Welt der Formel 1. Folge jetzt dem offiziellen WhatsApp-Kanal von Motorsport-Magazin.com!

Formel 1 2026: Wie viele Reifen hat ein Fahrer pro Wochenende?

Die Reifenverteilung unterscheidet sich in der Formel 1 je nach Rennwochenende-Format. Sprich: An Sprint-Wochenenden gibt es jeweils einen Satz weniger als bei Grands Prix mit normalem Format. Unabhängig vom Format gilt bei den Trockenreifen nur, dass immer zwei Mischungen an harten Reifen geliefert werden.

An Wochenenden mit einem 'normalen' Format gibt es drei Sätze an Mediums und acht an Softs. Bei Sprint-Wochenenden erhält jeder Fahrer vier gelb markierte Medium-Sätze und sechs rot markierte weiche Reifensätze. Logisch, denn im Sprint-Qualifiying ist in SQ1 und SQ2 ja auch die Verwendung von Mediums vorgeschrieben.

Auf der anderen Seite stehen bei Sprints für den Fall der Fälle mehr Regenreifen zur Verfügung: sechs Mischungen an Intermediates und zweimal Full-Wets. Bei einem gewöhnlichen GP-Format sind es fünf Intermediate-Sätze und zwei Regenreifen. Für Wochenenden, an denen Pirelli zusätzliche Neuentwicklungen austestet, gilt nochmal ein anderer Verteilschlüssel. Hier die Übersicht:

Reifen Standard Sprint ICTT*
Hard 2 2 2
Medium 3 4 3
Soft 8 6 7
Intermediates 5 6 5
Regenreifen 2 2 2

*ICTT: In Competition Tyre Testing = Reifentest im Rahmen eines GP-Wochenendes.

Die aktuell gültigen Reifenregeln der Formel 1 könnt ihr hier nachlesen: