Am 13. September feiert der Große Preis von Spanien auf dem nagelneuen MADRING seine Premiere. Vier Monate bevor die Startampeln auf Grün schalten, gleicht der neue Formel 1-Stadtkurs in Madrid allerdings noch einer riesigen Baustelle.

Mittlerweile ist die 5,416 Kilometer lange Strecke nahezu vollständig asphaltiert - es fehlt lediglich die finale Deckschicht. Lokalmatador Carlos Sainz ließ sich die Chance dennoch nicht nehmen und jagte bereits über den Kurs. Wenn auch vorerst nur in einem Ford Mustang statt im Formel-1-Boliden.

Neuer F1-Stadtkurs MADRING: Carlos Sainz dreht erste Runden (04:00 Min.)

Wie im Video zu sehen ist, wartet auf die Madrid-Organisatoren bis zum Eintreffen des F1-Trosses Mitte September noch jede Menge Arbeit. Tribünen, Streckenmarkierungen oder die typischen Randsteine sucht man derzeit noch vergebens. Bislang existieren lediglich Renderings, die einen ersten Eindruck vom Charakter des 22 Kurven umfassenden Streckenlayouts vermitteln.

Die computergenerierten Bilder versprechen einen Stadtkurs, der mit schnellen und technisch anspruchsvollen Passagen beeindruckt. Das absolute Highlight bildet dabei Kurve 12, die auf den Namen "La Monumental" hört. Diese langgezogene, halbkreisförmige Passage erstreckt sich über 550 Meter und weist eine spektakuläre Überhöhung von 24 Prozent auf. Die Piloten sollen dort rund sechs Sekunden lang unter absolutem Vollgas unterwegs sein.

Neuer Stadtkurs in Madrid ist fertig asphaltiert
Foto: Madring F1 Official

"Dieser Teil hat mich am meisten beeindruckt. Ich dachte, La Monumental hätte einfach nur Banking, aber plötzlich ist sie nicht nur überhöht, sondern sie ist auch blind einzufahren", erzählte Sainz. Die Bilder der Fahrer in Kurve 12 dürften spektakulär ausfallen. "Vor dem Bremspunkt siehst du nur den Himmel", sagt der Williams-Pilot und fügte scherzend hinzu: "Da hat man einen ganz schönen Cocktail zusammengemischt."