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Die Formel-1-Sensation lag in der Luft, doch beim Sprint in Silverstone holte Lewis Hamilton und die britischen Fans die Realität schnell ein. Gegen Kimi Antonelli und Mercedes waren Hamilton und Ferrari im Renntrimm chancenlos, der Geschwindigkeitsüberschuss beim Überholmanöver war frappierend. So blieb am Ende nur Platz zwei für Hamilton.

Schon am Start musste sich Hamilton vehement verteidigen. Die überlegene Ferrari-Performance auf den ersten Metern scheint seit einigen Rennen der Vergangenheit anzugehören. Mit einem beherzten Manöver in Kurve 1 konnte der Brite die Pole auch in die Führung verwandeln.

"Ich konnte dann einen kleinen Puffer herausfahren und habe so hart wie möglich gepusht, um den Abstand über einer Sekunde zu halten", so Hamilton. Am Ende von Runde 1 lag er 0,071 Sekunden über der magischen Sekunden-Marke. Auch in den folgenden zwei Runden konnte der Rekordsieger der Formel 1 Antonelli aus dem Overtake-Fenster halten.

Dann allerdings zog sich die Schlinge zu. "Es ist im Windschatten nähergekommen und sobald er im Overtake-Fenster war, konnte ich ihn nicht mehr loswerden", erklärt Hamilton. Am Ende von Runde 4 war Antonelli erstmals innerhalb einer Sekunde.

In Runde 8 konnte sich Hamilton nicht mehr gegen seinen Mercedes-Nachfolger wehren. Auf der Hangar-Straight flog der Italiener mit satten 40 km/h Überschuss vorbei. Antonelli hatte das Energiemanagement seines Konkurrenten in den Runden zuvor analysiert, einen kleinen Fehler am Ausgang von Kurve 4 ausgemacht und witterte seine Chance schließlich auf der langen Geraden.

Einen Fehler will Hamilton selbst nicht gesehen haben. "Er war in der Sektion Kurve 3 und 4 immer etwas schneller", meint der Routinier. Weil Antonelli in Runde 8 aber besonders nah dran war, musste sich Hamilton mit etwas mehr Energie als üblich auf der Wellington-Straight verteidigen.

Die Energie fehlte Hamilton schließlich aus der Highspeed-Passage nach Chapel heraus auf die Hangar-Straight. "Ich hatte nach Kurve 13 überhaupt nichts mehr übrig", bestätigte er. Deshalb wirkte das Überholmanöver besonders extrem: Hamilton fuhr langsamer als in allen anderen Runden, Antonelli schneller, weil er sich viel Energie aufsparte.

Zwei Runden konnte Hamilton dann seinerseits im Overtake-Fenster bleiben, doch als er mehr als eine Sekunde zurückgefallen war, zog Antonelli davon. Unzufrieden war der Sensations-Polesetter trotzdem nicht: "Die Pole war eine große Überraschung. Wir dachten, dass wir auf den Geraden sechs bis sieben Zehntel verlieren würden. Auf eine Runde war es dann ziemlich gut, im Renntrimm wurde es etwas mehr."

Hamilton mit Pole-Sensation - Vasseur teilt gegen Wolff aus! (09:59 Min.)