Der Kampf um den Sieg war beim Formel-1-Sprint in Silverstone eine Angelegenheit zwischen Kimi Antonelli und Lewis Hamilton. Dahinter ging es zwischen fünf Fahrern zur Sache. Den letzten Platz auf dem Podium und die Gunst unter den Fans machten am Ende zwei Briten unter sich aus. Lando Norris hatte nach 17 Runden knapp die Nase vor George Russell. Für den Mercedes-Fahrer eine weitere Schlappe, hatte er sich doch als Sieganwärter gesehen - und als Kandidaten für eine eigene Fan-Tribüne.
"Viel Glück damit", gerät Lando Norris bei der Frage zu einer potenziellen George-Russell-Fantribüne in Silverstone ins Schmunzeln. "Er kann natürlich machen, wonach ihm ist. Aber ich denke, ich habe die leidenschaftlicheren Fans und eine bessere Fanbase. Meine [Tribüne] war ja von den Fans gewollt", erklärt der Formel-1-Weltmeister von 2025. "Auf meiner Tribüne sind ja auch Fans von anderen Fahrern, dagegen habe ich auch nichts. Er kann ruhig machen, wonach ihm ist, aber er bekommt bestimmt keine meiner Sitzplätze!
George Russell bleibt im Formel-1-Sprint in Silverstone stecken
Sportlich hatte Lando Norris im Sprint auch die Oberhand gegen seinen Rivalen aus Go-Kart-Zeiten. Dabei hatte der sich zu Beginn deutlich mehr ausgerechnet. "Das Ende der ersten Runde war ziemlich cool, ich habe in zwei Kurven zwei Autos überholt. Was den Kampf mit der Energie angeht, war es dann ziemlich schwierig. Das Qualifying ist meiner Meinung nach entscheidend", so George Russell gegenüber Sky Sports F1. Er startete von Platz fünf und balgte sich mit Lando Norris, Oscar Piastri, Max Verstappen und Charles Leclerc um Platz drei, während Hamilton und Antonelli an der Spitze enteilten. Er ist überzeugt, dass er vorne hätte mithalten können: "Wäre ich ein paar Plätze weiter vorne gewesen, wäre es ein ganz anderes Rennen geworden."
Das Spitzenduo lag nach drei Runden schon fünf Sekunden vor der Verfolgergruppe. Dort setzte sich dann Lando Norris durch, der sich auf P3 zwischenzeitlich um drei Sekunden absetzen konnte. Erst nach zehn Runden konnte sich auch George Russell freischwimmen - zu spät, um nach vorne noch etwas auszurichten. Im Ziel fehlten ihm acht Zehntelsekunden auf Norris. "Hätte ich nach der ersten Runde den dritten Platz halten können, wäre ich problemlos als Dritter ins Ziel gekommen", ist Russell überzeugt.
Lando Norris entscheidet direktes Duell gegen George Russell für sich
Von Startplatz sechs zählte Lando Norris zu den großen Siegern des Starts. In der ersten Runde war er kurzzeitig sogar Zweiter und legte damit den Grundstein für das Podium. "Ich habe am Start gleich drei Autos kassiert, das hat mir das Leben danach deutlich leichter gemacht", sagt der McLaren-Fahrer. Dass er sich vor Russell halten konnte, war für ihn dann eher unerwartet.
"Was die Leistung unseres Autos angeht, sind wir nicht einmal annähernd auf dem gleichen Niveau wie diese Jungs. Deshalb bin ich auch überrascht, hier zu sein", sagt er über sein Podium. Das rettende Polster gegenüber Russell fuhr er auf Kredit heraus. "Über ein paar Runden habe ich einige Zehntel herausgeholt, als wir sehr extrem verbraucht haben", so Norris. "Um ehrlich zu sein, hatte ich überall mit dem Auto zu kämpfen. Es war also kein einfaches Rennen, und ich wusste, dass George aufholen würde, so wie er es dann auch getan hat, vor allem gegen Ende des Rennens."
Nach dem Zieleinlauf setzte er noch einen kritischen Funkspruch an sein Team ab, für den er eine detaillierte Erklärung aber auch im Nachhinein schuldig blieb: "Darauf muss ich jetzt nicht näher eingehen, aber, es gibt ein paar Dinge, bei denen wir einfach besser werden müssen, und die sind eigentlich ganz einfach. Es sind Dinge, die einfach unsere Performance einschränken und unser Potenzial mindern, Podiumsplätze und Punkte zu holen, wenn es darauf ankommt."


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